27-09-2019 19:00
Der besondere Film
Filmvortrag von Dr. Katrin Sell, Filmhistorikerin cinephil
 
Audrey Hepburn – der Liebreiz des Zarten
Audrey Hepburn. Jeder, ob Filmliebhaber oder nicht, kennt diese Frau. Die dunkle, etwas zu große Sonnenbrille auf dem zarten, dennoch entschlossenen Gesicht, das ärmelfreie kleine Schwarze mit den passenden armlangen Handschuhen: So prägte sie einen der erfolgreichsten Frauentypen im Kino der Fünfziger- und Sechzigerjahre, so ist sie in Erinnerung geblieben, grazil, aber nicht zerbrechlich: Audrey Hepburn. Zwischen 1948 und 1989 spielte sie in 30 Filmen mit. Nahezu jeder ihrer Filme wurde zu einem wirtschaftlichen Erfolg, viele gelten als Klassiker der Filmgeschichte. Sie arbeitete mit den führenden männlichen Stars ihrer Zeit zusammen, darunter Fred Astaire, Humphrey Bogart, Sean Connery, Gary Cooper. Doch Audrey Hepburn ist nicht nur als Schauspielerin in die Geschichte eingegangen, sondern auch als Menschen- und Tierrechtsaktivistin. Audrey Hepburn war einer der größten weiblichen Filmstars und ist immer noch eine Ikone. Wir wollen an den 90. Geburtstag der Schauspielerin erinnern.
  
Filmvorführung:
Frühstück bei Tiffany (USA 1961)
RE: Blake Edwards, DA: Audrey Hepburn, George Peppard u.a.
Das bezaubernde New Yorker Partygirl Holly Golightly führt ein exzessives Leben voller Extreme. Gefrühstückt wird im Abendkleid vor dem Schaufenster des Nobeljuweliers Tiffany, geschlafen bis zum frühen Nachmittag. Für den neuen Mieter in Hollys Mietshaus, den jungen, ambitionierten Schriftsteller Paul Varjak, ist Holly zunächst ein faszinierendes Studienobjekt. Als Paul sie jedoch näher kennen lernt, fühlt er sich mehr und mehr zu ihr hingezogen. Tiefere Gefühle ihm gegenüber gestattet sich Holly jedoch nicht, denn sie verfolgt ein größeres Ziel. Sie will sich unbedingt reich verheiraten, koste es, was es wolle. Hepburn lebte die meiste Zeit in der Schweiz, für die Dreharbeiten zu Frühstück bei Tiffany, nach einer Erzählung von Truman Capote, zog sie jedoch kurzzeitig in die USA. Für ihre wohl berühmteste Rolle erhielt sie ihre vierte Oscar-Nominierung.
  
Eintritt: 3 €, Gerhart-Hauptmann-Museum, Telefon 03362 3663