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14.05.19 14:28

Tag der Städtebauförderung

 

Premierenfieber: Am zurückliegenden Sonnabend nahm Erkner erstmals am bundesweiten Tag der Städtebauförderung teil. Damit war die Stadt eine von 44 Vertretern aus dem Land Brandenburg. Der Einladung der Stadtverwaltung waren 60 Einwohner gefolgt, die sich in zwei Gruppen aufgeteilt auf den Weg machten, um mehr über zukünftige Projekte  im Rahmen des Programms „Aktive Stadtteilzentren“ zu erfahren. Sieben Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Bürgermeister Henryk Pilz begleiteten die Spaziergänger.
Erste Station war das Kunststoff- und Chemiekabinett (KuCK). Ein Chemiemuseum wird es nicht geben, erklärte Ortschronist Frank Retzlaff gleich zu Beginn. Er führte die Teilnehmer in die Historie Erkners ein, in diesem Fall speziell zum Thema Erkner als Chemiestandort. Dieser Aspekt wurde an der zweiten Station, dem Parkplatz vor der Stadthalle aufgegriffen. Im Gespräch mit den Teilnehmern ging es um die Themenbereiche Parkplatzsituation, Bustaktverdichtung, mehr Fahrradständer, Zugänge zu den Bahnsteigen und Verschönerung/Begrünung des Parkraumes. Von dieser Stelle aus besuchten die Teilnehmer den Flakensteg. Hans-Joachim Kuka vom Förderverein Flakensteg e. V. brachte viele interessante Details über die Stahlflachbrücke den Zuhörern nahe und ging vor allem auf die Bedeutung dieser denkmalgeschützten Brücke für Erkner ein. Am Ufer des Flakenfließes entlang, einen Weg den die Mehrzahl der Teilnehmer gar nicht kannten und der perspektivisch als Uferwanderweg ausgebaut werden soll, ging es zur Grundwasseraufbereitungsanlage. Deren Arbeit wurde erklärt. Die Hinterlassenschaften im Erdreich aus den Zeiten des Teerwerkes werden die Stadt Erkner noch viele Jahre beschäftigen.  
Vorbei an der Stadthalle, am Bahnhofsvorplatz und entlang der Friedrichstraße zogen die Stadtrundgang-Teilnehmer zum Gerhart-Hauptmann-Museum. Museumleiter Stefan Rohlfs führte in die Zeit des Schriftstellers ein, als dieser einst vier Jahre die Villa Lassen bewohnte. Das heutige Museum soll in den kommenden Jahren umgebaut werden. Die Villa Lassen bleibt als Solitär bestehen, denn sie steht unter Denkmalschutz. Die  Museums-Ausstellung soll als Rundgang konzipiert werden, denn unter Einbeziehung der oberen Etage kann die Ausstellungsfläche vergrößert werden. Der jetzige Anbau wird abgerissen und durch einen unterkellerten Neubau ergänzt, der einen behindertengerechten Zugang zum Museum ermöglichen soll. Im neuen Anbau können dann das Stadtarchiv, die Stadtbibliothek, ein Veranstaltungssaal, die Touristikinformation und ein kleines Café untergebracht werden. Das jetzige Gerhart-Hauptmann-Museum wird dadurch in seiner Gesamtheit zu einem kulturellen Leuchtturm für die gesamte Region werden.
Der Stadtrundgang endete nach ca. zwei Stunden auf dem Kirchvorplatz. An dieser Stelle wurden die konkreten Umgestaltungspläne für dieses Areal vorgestellt. Die Bauarbeiten sollen im kommenden Jahr stattfinden. Direkt vor der Kirche werden nur noch zwei Treppenstufen bestehen bleiben. Das daran angrenzende, leicht abschüssige Gelände wird umgestaltet, um eine höhere Verweildauer zu sichern. Dabei wurden die bestehenden Bäume in die Planung integriert, Sitzelemente, gestaltete Grünflächen, ein Podest und ein Wasserelement kommen dazu. Und natürlich wird ausreichend Platz für den Wochenmarkt bleiben. Zu diesen konkreten vorgestellten Plänen, die auf einer großen Schautafel auch zu sehen waren, standen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung gern Rede und Antwort. 
Bei Bratwurst, Crepes und leckeren Kuchen von den Schülern der Jahrgangsstufe 11 des Carl-Bechstein-Gymnasiums und unterhaltsamen Klängen von Leon Schmidt am Keyboard klang der Tag der Städtebauförderung in Erkner nach fast vier Stunden aus.
Im kommenden Jahr wird sich die Stadtverwaltung wieder an dieser bundesweiten Veranstaltungsreihe beteiligen.



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