Fast vollständig ohne finanzielle Mittel der Stadt Erkner entstand ein neuer Amphibientunnel kurz vor dem Ortsteil Karutzhöhe in der Gerhart-Hauptmann-Straße. Die alte, klappernde Rinne in dieser Straße wurde durch einen funktionstüchtigen Tunnel für Kröten und andere Kriechtiere ersetzt. Bislang wurden jedes Jahr durch Erkneraner Bürger und den Bauhof provisorische Schutzzäune aufgestellt und die Kröten über die Straße getragen. Nun leiten feste Leitwände die Tiere in ihren neuen Tunnel. Finanziert wurde das Vorhaben durch Ausgleichsmaßnahmen des Landkreises und eine Förderung des Naturschutzfonds. Die Stadt und die aktiv mitwirkenden Bürger erhoffen sich eine Erholung der Kröten-Population im Gebiet um den Karutzsee. Die Bauarbeiten haben sich leider durch die erforderlichen Umverlegungsmaßnahmen straßenbegleitender Kabel und Leitungen verzögert, so dass die Anlage erst im September fertig gestellt werden konnte.
Die Stadt Erkner lässt auch jährlich die Wiese am Karutzsee und die Scharnweberwiese mähen. Dadurch soll die wertvolle Wiesenlandschaft mit ihren typischen bestandsbedrohten und geschützten Pflanzen bewahrt werden.
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