Die Stadt Erkner hat 2013 mit verschiedenen Printmedien, wie den Broschüren "Sehens- und Lebenswertes Erkner", mit dem dazugehörigen Adressenverzeichnis und "Erkner Kultur" begonnen, verstärkt für die kulturelle Seite unserer Stadt zu werben.

Bereits im Gerhart-Hauptmann-Jahr 2012 war die Kultur mehr in den Fokus des Interesses gelangt.

Zu den Aktivitäten im Gerhart-Hauptmann-Jahr 2012 gehörte der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom Dezember 2012, dass die Stadt Erkner den Zusatznamen Gerhart-Hauptmann-Stadt tragen soll.
  
Die Gerhart-Hauptmann-Projektgruppe, in der wichtige Erkneraner Vereine und Institutionen sowie alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung vertreten waren, erarbeitete 2013 ein Eckpunkte-Papier zur Dachmarke Gerhart-Hauptmann-Stadt, das von der Stadtverordnetenversammlung zustimmend zur Kenntnis genommen wurde.
     
Aus der Projektgruppe Gerhart-Hauptmann-Stadt ging das Gerhart-Hauptmann-Forum Erkner hervor, in dem weitere Aktivitäten diskutiert werden.
Interessierte Gäste sind willkommen.

Ansprechpartner:
Frau Dr. Elvira Strauss, E-Mail: Elvira_strauss(@)web.de
Herr Lothar Eysser, E-Mail: l.eysser(@)erkner-online.de 

Gerhart-Hauptmann-Tage vom 10. bis 25. November 2017 in Erkner



Nur noch eine kurze Zeitspanne trennt uns von den diesjährigen Gerhart-Hauptmann–Tagen, zu deren Veranstaltungen das Erkneraner Hauptmann-Forum die Bewohner und Gäste unserer Stadt herzlichst einlädt. Vom 10. bis 25. November bieten sie zum Geburtstag des Dichters und Nobelpreisträgers einen vielgestaltigen Blick auf sein Werk und dessen Wirkkraft über die Zeiten.
   
Im Mittelpunkt steht diesmal das dreißigjährige Jubiläum des Gerhart-Hauptmann-Museums unserer Stadt. Begonnen hatte das Gedenken der Erkneraner an Gerhart Hauptmann bereits Ende der 1920er Jahre. Nach seinem Tode erinnerte zuerst nur eine Gedenktafel an ihn. 1957 folgte dann ein Gedenkraum in der Villa Lassen, aus dem sich in einem etappenreichen Prozess das heutige Museum als ein weit über unsere Stadt hinaus wirkender Gedenk- und Kulturstandort entwickelt hat. Eine Festveranstaltung am 14. November und zwei Ausstellungen würdigen die Mühen und den Erfolg seines Werdens. Um sie herum gruppieren sich Konzerte, Lesungen aus Werken des Dichters, Fachvorträge, und Sonderführungen im Museum.
  
Den Reigen eröffnet am Freitag, den 10. November das Konzert des estnischen Baritons Urmas Pevgonen in der Genezareth-Kirche, auf der Orgel begleitet von Margarita Jaruschkina. Am 11. November stellt die Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e. V. Berlin ihren, den Beziehungen Hauptmanns zur Musik widmenden Tagungsband 2016 vor. Dem schließt sich am Vormittag des 12. November eine Lesung von Hauptmanns Erzählung „Lohengrin“ (Hans-Jürgen
Schatz mit Gerlit Böttcher am Flügel) an, 1911/12 unter dem Eindruck seiner Besuche der Bayreuther Festspiele entstanden.
  
Der 14. November ist – wie gesagt - dem 30 jährigen Jubiläum des Erkneraner Hauptmann-Museums vorbehalten. Ein Festprogramm mit Gart Anklam und Volker Jackel spannt den musikalischen Bogen von Alter Musik bis zu Klanglandschaften und Improvisationen der Neuzeit. Die im Rahmen der Veranstaltung präsentierte Ausstellung zur dreißigjährigen Geschichte des Museums wird ab 20. November durch eine Vernissage von Fotografien der Villa Lassen aus fast 120 Jahren im Rathaus Erkner ergänzt.
   
Natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder Sonderführungen im Museum zu speziellen Themen. So wirft Dorit Herden am 15. November einen Blick auf die Affäre Gerhart Hauptmanns und Ida Orloffs, und eine Woche später, am 22. November sucht Museumsleiter Stefan Rohlfs mit den Besuchern nach Belegen der Erkneraner Zeit Gerhart Hauptmanns in dessen Romanen und Erzählungen. Am Freitag, den 17. November folgt ein Fachvortrag von Frank Piontek aus Bayreuth im Bürgersaal des Erkneraner Rathauses zum Thema „Zwischen Kunst und Eros –
Gerhard Hauptmanns Romane“.
  
Die Hauptmann-Tage schließen zugleich weitere Einblicke in das literarische Schaffen in Vergangenheit und Gegenwart ein. Dem galten bereits in ihrem Vorfeld zwei gut besuchte Veranstaltungen: eine Lesung zu Helga M. Novaks „Schwanenhals“ und die Lyriklesung „Lebensbogen“ mit Autoren aus Berlin, Erkner und Woltersdorf. Der 19. November hält im Museum einen besonderen Leckerbissen für Literaturbegeisterte bereit: Jutta Hoppe liest aus dem Roman „Lewins Mühle“ von Johannes Bobrowski, dessen 100. Geburtstag im April dieses Jahres die literarische Welt mit zahlreichen Veranstaltungen gedachte. Bobrowski, der früh verstorbene Dichter, der von östlich der Weichsel kommend in Friedrichshagen sesshaft wurde, gehört zu den großen Lyrikern und Erzählern der Nachkriegszeit.
  
Die Hauptmann-Tage beschließt am 25. November ein Konzert des international gefragten Kammermusikers und Solocellisten Axel Sebastian Dehmelt mit Stücken von Johann Sebastian Bach und Luigi Dallapiccola. Ein, wie ich meine, der Gerhart-Hauptmann-Stadt Erkner würdiger Ausklang der dem Dichter und Nobelpreisträger gewidmeten Novembertage.
  
Veranstaltungsübersicht und Orte:
10. November: Eröffnungskonzert, Genezaret-Kirche, 19 Uhr
11.November:  Präsentation der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft, Museum, 17
                       Uhr
12. November: Lesung „Lohengrin“ (Hans-Jürgen Schatz), Museum, 11 Uhr (5 €)
14. November: Festveranstaltung und Ausstellungseröffnung „30 Jahre Gerhart-
                       Hauptmann-Museum“, Museum, 19 Uhr
15. November: Sonderführung „Hauptmann u. Ida Orloff“, Museum, 18 Uhr (3 €)
17. November: Vortrag „Zwischen Kunst und Eros – Gerhart Hauptmanns
                       Romane" (Frank Piontek, Bayreuth), Bürgersaal Rathaus Erkner,
                       18 Uhr
19. November: Lesung zu „Levins Mühle“ von J. Bobrowski (Jutta Hoppe),
                       Museum, 11 Uhr (5 €)
20. November: Ausstellungseröffnung (Fotoausstellung  zur Villa Lassen),
                       Rathaus, 18 Uhr
22. November: Sonderführung „Erkner in den Hauptmanns Romanen u.
                       Erzählungen“ (Stefan Rohlfs), Museum ,18 Uhr (3 €)
24. November: Der besondere Film – Jean Luc Godard (Dr. Sell), Museum, 19 Uhr
                       (3 €)
25.November : Abschlusskonzert, Museum, 17 Uhr (7 €)
  
Dr. Horst Miethe, Gerhart-Hauptmann-Forum

  

  

Rede von Herrn Landrat Rolf Lindemann zur Eröffnung der Gerhart-Hauptmann-Tage 2017 in Erkner (PDF-Datei)


Bilanz der Gerhart-Hauptmann-Tage 2016



Vielfalt auf hohem Niveau
  
Die Vielfalt der Veranstaltungen der Gerhart-Hauptmann-Tage 2016 war beachtlich: zwei Konzerte, je eine Theateraufführung,  Filmvorführung, Dichterlesung, Fotoausstellung, eine Veranstaltung für Kinder, einen Vortrag sowie zwei Sonderführungen. Alle Veranstaltungen zeichneten sich durch ein ausgesprochen hohes Niveau aus.
Schon das Eröffnungskonzert mit dem Dresdner Streichtrio war ein erster Höhepunkt.  Die Weltklasse-Musiker Jörg Faßmann, Sebastian Herberg und Michael Pfaender spielten Wolfgang Amadeus Mozarts Divertimento für Streichtrio und Ludwig van Beethovens Streichtrio op.3 und begeisterten die Zuhörer. 400 Euro wurden für das Weihnachtsoratorium am 3.Advent in der Genezareth-Kirche gespendet.
Der Ort der Veranstaltung in der Kirche wurde als bewusst gesetztes Zeichen der guten Zusammenarbeit zwischen Kirche, Museum und Stadt wahrgenommen. Pfarrer Schwarz bemerkte: „Schön, miteinander auf dem Weg zu sein in unserer Stadt!“
Die Filmvorführung „Bahnwärter Thiel“ (DDR 1982) stieß vor allem beim Erkneraner Publikum auf großes Interesse, es blieb kaum ein Platz frei. „Bahnwärter Thiel“ gehört einfach wie „Mutter Wolffen“ zur Gerhart-Hauptmann-Stadt Erkner.
Vor ausverkauftem Haus fand die Aufführung des Dramas „Einsame Menschen“ statt. Hauptmann hatte die Handlung seines frühen Werkes in seine privaten Wohnräume in Erkner verlegt. Erstmals wurde das Stück nun auch in diesen Räumen gezeigt. Die Inszenierung durch das „Büro Steinheimer“ ging unter die Haut, nicht zuletzt durch die hervorragenden Schauspieler. In der Hauptrolle glänzte Felix Lüke, bekannt aus der Berliner Schaubühne.
Der Vortrag von Prof.Overgaauw gab einen interessanten Einblick in den umfangreichen Nachlass Gerhart Hauptmanns und über die Wege des Nachlasses zur Staatsbibliothek.
Die Fotoausstellung „Lebensbilder“ entstand in Zusammenarbeit des Gerhart-Hauptmann-Hauses Agnetendorf, der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft, der Staatsbibliothek zu Berlin Preussischer Kulturbesitz und dem Museum der Stadt Breslau. Die deutsch-polnische Sonderschau zeigt sowohl den Privatmann als auch den Medien-Profi  Gerhart Hauptmann, der sich geschickt zu inszenieren wusste.
Die „Poeten vom Müggelsee“ sehen sich in der Tradition des um die Wende des vorigen Jahrhunderts wirkenden Friedrichshagener Dichterkreises. So wie damals Berliner Literaten Gerhart Hauptmann in Erkner besuchten, so lasen jetzt die Poeten aus Friedrichshagen im Hauptmann-Haus ihre Gedichte. Der 87-jährige Karl Wolfgang Bartel trug zum Abschluss des gelungenen Abends ein spontan entstandenes, humorvolles Gedicht vor mit der Frage, was wohl Gerhart Hauptmann dazu sagen würde, könnte er die Poeten von heute in seinem Haus hören.
Einen Liederabend mit italienischen Liedern und lateinamerikanischer Musik gab es als Abschlusskonzert. Im ausverkauften Gerhart-Hauptmann-Museum riefen der in Erkner lebende chilenische Tenor Felipe Rojas und die ihn begleitenden Musiker zu Recht Beifallsstürme hervor.
Nicht nur in qualitativer, sondern mit insgesamt knapp 400 Besuchern auch in quantitativer Hinsicht waren die Gerhart-Hauptmann-Tage 2016 ein großer Erfolg. Freuen wir uns jetzt schon auf 2017!
 
Lothar Eysser
Gerhart-Hauptmann-Forum Erkner

  

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