Aktuelles aus dem Energiebereich und Informationen zur Energiepreisentwicklung



Aktuelles



Strompreise steigen weiter
   
Wie das Vergleichs- und Vermittlungsportal Check 24 am 15. Juni 2019 mitteilte, ist der durchschnittliche Strompreis für Verbraucher im ersten Halbjahr 2019 um zwei Prozent gestiegen. Für 5.000 kWh Strom zahlte eine vierköpfige Familie im Januar 2019 demnach 1.437 Euro, im Juni 2019 aber bereits 1.468 Euro.
Über 600 der rund 800 Grundversorger haben die Preise erhöht, im Schnitt um rund fünf Prozent. Davon waren rund acht Millionen Haushalte betroffen. Preissenkungen gab es nur vereinzelt.
(siehe auch Statistik im Abschnitt Preistrends / Preisstatistiken)
  
Quelle 
    
  
Studie zum Umweltbewusstsein
  
Die Bevölkerung in Deutschland legt gesteigerten Wert auf Umwelt- und Klimaschutz und erwartet diesbezüglich mehr Engagement von allen Akteuren. Das zeigt die Umweltbewusstseinsstudie des Umweltbundesamts (UBA) und Bundesumweltministeriums (BMU).
Rund zwei Drittel (64 Prozent) von ihnen schätzen Umwelt- und Klimaschutz als eine sehr wichtige Herausforderung ein. Das sind elf Prozent mehr als im Jahr 2016.
In den Bereichen Landwirtschaft, Verkehr, Bau und Energie wünscht sich eine Mehrheit der Befragten, dass Umweltbelange eine übergeordnete Bedeutung einnehmen.
Nur noch 60 Prozent der Befragten bewerten den Zustand der Umwelt in Deutschland als gut, bei der letzten Befragung waren es noch 75 Prozent.
   
Quelle
zur Studie   
  
 
Energieeffizienz im Gebäudebereich
  
Häuser und Wohnungen in Deutschland werden insgesamt energieeffizienter, allerdings stagniert die Entwicklung bei Einfamilienhäusern nahezu. Laut einer Studie des Umweltbundesamts (UBA) ist die Energieeffizienz der Wohngebäude bis etwa 2012 kontinuierlich gestiegen. Bei Einfamilienhäusern verbessert sie sich seitdem allerdings kaum noch.
Die Studie bestätigt, dass Altbauten nach umfassenden Sanierungen fast so sparsam beheizt werden können wie Neubauten.
  
Quelle  
  
 
Erneuerbare Energien beim Heizen an der Spitze
   
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, werden 66,6 % der im Jahr 2018 neu errichteten Wohngebäude mit erneuerbaren Energien beheizt. In fast der Hälfte (47,2 %) der insgesamt 107 200 neuen Wohngebäude waren erneuerbare Energien die primäre, also die überwiegend eingesetzte Energiequelle.
Wie weiter mitgeteilt wird, haben die erneuerbaren Energien damit erstmals Gas von Platz 1 bei den primären Energiequellen für das Heizen verdrängt.
Gas wurde 2018 nur noch in 43,0 % der Wohnungsneubauten als primäre Energiequelle eingesetzt. 2017 hatte der Anteil von Gas noch 47,4 % betragen, gefolgt von den erneuerbaren Energien mit 43,3 %.
Die übrigen Energiequellen (unter anderem Fernwärme, Öl und Strom) erreichten 2018 zusammen 9,8 % (2017: 9,3 %).
Werden Wohnungsneubauten primär mit erneuerbaren Energien beheizt, so geschieht dies vor allem mit Umweltthermieanlagen (71,1 %), die Wärme aus der Luft oder dem Wasser entziehen, oder Geothermieanlagen (16,1 %), die Wärme im Erdinnern nutzen. Wird in neuen Wohngebäuden eine sekundäre Energiequelle eingesetzt, werden bevorzugt die erneuerbaren Energieträger Solarthermie (15,1 %) und Holz (14,7 %) genutzt.
  
Quelle
       
  
LED-Laufsteg - Energieeffizienz zum Anfassen
  
LED-Technologie erleben heißt es auf dem LEDLaufsteg. Auf dem Gelände des Technikmuseums wurden 1.500 Meter an innerstädtischen Straßen, Zufahrten, Gehwegen und Plätzen mit modernster LED-Technologie ausgestattet. So lässt sich energieeffiziente Beleuchtungstechnik im Livebetrieb anschauen, anfassen und diskutieren.
Mitten in Berlin werden verschiedene LED-Leuchten für die Außenbeleuchtung auf fünf unterschiedlichen Versuchsstrecken installiert und betrieben. Mit Hilfe spezieller Masten und einer gezielten Ansteuerung von über 50 LED-Leuchten kann die Bedeutung von Lichtqualität, Verkehrssicherheit und Energieeffizienz vermittelt werden.
Im Fokus steht die Sensibilisierung für die Themen Licht und Energie. Lichtqualität und Energieeffizienz werden begreifbar und der Mehrwert innovativer LED-Beleuchtung kann auf vielfältige Weise erlebt werden.
  
Ort: Ladestraße am Deutschen Technikmuseum Berlin, Zugang: Möckernstraße, 10963 Berlin
Weitere Infos unter: www.led-laufsteg.de/ 
 
 
Treibhausgasneutralität bleibt das Ziel
  
Beim Petersberger Klimadialog hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Ziel bekannt, Deutschland bis 2050 treibhausgasneutral zu stellen. Auf dem zweitägigen Gipfel trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus 35 Staaten, um über größere Anstrengungen beim Klimaschutz zu beraten. Merkel bekräftigte die Zusage, Deutschlands Beiträge zur öffentlichen Klimafinanzierung zu verdoppeln.
2015 wurde im Pariser Klimaabkommen vermerkt, die Klimaschutzbeiträge der Länder noch einmal zu aktualisieren, weswegen den Jahren 2019 und 2020 eine besondere Bedeutung zukommt.
  
Quelle: Meldung der Bundesregierung vom 14.05.2019   
  
 
Spareffekte beim Stoßlüften

Beim Stoßlüften werden die Fenster für mehrere Minuten komplett geöffnet, um die verbrauchte Luft durch frische Luft zu ersetzen. Während der Heizsaison sollten die Thermostatventile dabei heruntergedreht werden. In einem Einfamilienhaus lassen sich so jährlich bis zu 165 Euro sparen und 560 kg CO2 vermeiden.
Ein Baum braucht 45 Jahre, um diese Menge CO2 zu kompensieren.
   
Quelle  
   
  
Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen für 2018: Energieeffizienz gestiegen, CO2-Ausstoß deutlich gesunken
  
Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2018 auf den niedrigsten Stand seit Anfang der 1970er Jahre gefallen. Er lag um 3,5 Prozent niedriger als im Vorjahr. Verantwortlich für diese Entwicklung sind die deutlich gestiegenen Energiepreise, die mildere Witterung sowie ein starker Anstieg der Energieproduktivität. Die verbrauchssteigernden Faktoren. Wirtschaftsentwicklung und Bevölkerungszuwachs traten dagegen in den Hintergrund.
Ohne den verbrauchsmindernden Einfluss der milden Witterung wäre der Energieverbrauch nach Berechnungen der AG Energiebilanzen um 2,4 Prozent gesunken.
Die Verbrauchsentwicklung aber auch strukturelle Veränderungen beim Energiemix hatten zur Folge, dass sich die energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland 2018 um rund 34 Millionen Tonnen (Mio. t) verminderten. Das entspricht einem Rückgang um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch unter Berücksichtigung des Temperatureffekts ist die Minderung mit knapp 4 Prozent beziehungsweise rund 27 Mio. t noch deutlich.
Während konventionelle Energieträger im Minus waren, profitierten die erneuerbaren Energien vom neuerlichen Leistungszubau speziell bei der Photovoltaik und steigerten ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch um 1,1 Prozent auf 1.809 PJ (61,7 Mio. t SKE).
  
Quelle:  www.ag-energiebilanzen.de/, Pressedienst Nr. 02/2019
 
 
rbb startet Online-Datenprojekt
  
Wie wirkt sich der Klimawandel in der Region aus? Worauf müssen sich Bürgerinnen und Bürger in der Region Berlin-Brandenburg in den kommenden Jahren und Jahrzehnten einstellen? Um diese und andere Fragen zu beantworten, hat der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) ein Online-Datenprojekt mit regionalen Klimadaten für Vergangenheit und Zukunft gestartet.
Ein Team aus Datenjournalisten, Grafikern und Programmierern hat dafür Klimamodelle und Szenarienberechnungen ausgewertet und aufbereitet.
Die Website stellt auch mögliche künftige Folgen des Klimawandels dar, etwa die erwarteten Niederschläge, Veränderungen der Wachstumssaison von Pflanzen und die Zunahme von Hitzeereignissen. Dabei sind die einzelnen Phänomene sowohl für die ganz nahe Zukunft (den Zeitraum 2021 bis 2051) dargestellt als auch für die etwas fernere (2071-2100). Nutzer können sich die Entwicklung sowohl ohne als auch mit Klimaschutzmaßnahmen ansehen.
  
Quelle: www.rbb24.de
 
 
Energieausweise von 2008 abgelaufen: Erneuerung veranlassen!
  
Vor 10 Jahren, 2008, wurden die ersten damals neu eingeführten Energieausweise eingeführt, die einen Nachweis über das Verbrauchsprofil eines Gebäudes geben sollen. Diese sind bei Neubau, Verkauf oder Vermietung von Objekten mittlerweile verpflichtend mitzuliefern und müssen daher auf dem aktuellen Stand sein. Wer damals mit zu den Ersten gehörte und bereits 2008 den Ausweis erhalten hat, muss diesen nun erneuern lassen. Denn die Ausweise sind nur 10 Jahre gültig. Hierum sollte sich früh gekümmert werden, da eine unaufgeforderte Vorlage des Ausweises bei Verkauf oder Vermietung gesetzlich vorgeschrieben ist. Auch nach umfassenden energetischen Sanierungen ist eine Neuausstellung empfehlenswert, da sich das energetische Profil des Hauses i.d.R. hierbei stark verändert und diese – meist günstige Veränderung – natürlich auch im Ausweis dokumentiert werden sollte.
  
Quelle:  Informationswebseite der DENA zum Energieausweis
 
 
Tool für energetische Modernisierung
  
Das europäische Forschungsprojekt RentalCal (Rentability Calculation of Energy Efficiency Investments) hat ein Online-Tool zur Rentabilitätsberechnung energieeffizienter Sanierungen entwickelt.
Eigentümer und Investoren im privaten Mietsektor sowie Energieberater können damit die finanziellen Auswirkungen jeglicher Investition auf die Energieeffizienz berechnen. Die Software berücksichtigt alle finanziellen Aspekte einschließlich architektonischer Kosten, staatlicher Finanzhilfen und Steuervorteile. Kosten und Vorteile werden nach Land und Typ der Mietimmobilie aufgeschlüsselt.
Es können hinterlegte Informationen aus Datenbanken genutzt oder eigene Daten frei eingegeben werden. Das Online-Tool ist frei verfügbar.
  
Hinweise: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) 
 
Link
 

Preistrends/Preisstatistiken



Grundsätzlich kann jeder Kunde seinen Energielieferer frei wählen. Insofern gelten für Erkner (und jeden anderen Ort) die vom jeweils ausgewählten Lieferer angebotenen Preise. Die folgenden Grafiken geben eine Orientierung über die Preisrelationen in Erkner bei Wahl preisgünstiger Anbieter und über die deutschlandweite Preisentwicklung:

  

Quellen: Statistisches Bundesamt, www.verivox.de, Mineralölwirtschaftsverband, C.A.R.M.E.N. e. V., https://www.energieverbraucher.de , www.gas24.de , eigene Recherchen

Trends der Entwicklung der Energiepreise im 1. Halbjahr 2019


Strom:

Im ersten Halbjahr 2019 sind die Strompreise im Durchschnitt in Deutschland wiederum leicht angestiegen. Dieser Trend wird sich fortsetzen, etwa gleichgeblieben. Ein Ende dieses Trends der allmählichen Erhöhung ist nicht abzusehen.
Die Grafik zeigt die Preisentwicklung für Grundlaststrom an der Börse seit 2015.
  
Erdgas:
 
Die Phase der fallenden Gaspreise scheint vorbei zu sein, auch wenn die Grenzübergangspreise im laufenden Jahr 2019 erstmals seit 2016 wieder rückläufig waren. Wer längerfristig Gas eingekauft hat, kann 2019 noch vom sinkenden Trend der Vorjahre profitieren.
Inwieweit bzw. wann sich LNG-Importe (LNG = verflüssigtes Erdgas) auf den Preistrend senkend auswirken, ist noch ungewiss. 


Heizöl:
  
Nach einem rasanten Anstieg der Heizölpreise seit Anfang 2016 ist der Heizölpreis etwa Mitte 2018 stark eingebrochen. im November ein starker Rückgang der Ölpreise zu verzeichnen. Trotzdem sind die Werte immer noch die höchsten seit 2015.
Internationale Krisen und Spekulation beeinflussen die Preisentwicklung nach wie vor sehr stark.
 
 
Fernwärme: 
  
Die Fernwärmepreise sind in den letzten Monaten mit dem Heizöl- und dem Erdgaspreis leicht angestiegen. Im restlichen Jahr 2019 sind hier keine großen Änderungen zu erwarten, weil der Zeitversatz bei der Preisanpassung Preisänderungen bei den Brennstoffen meist erst nach drei bis sechs Monaten wirksam werden lässt.

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