Aktuelles aus dem Energiebereich und Informationen zur Energiepreisentwicklung



Aktuelles



Änderung bei der BAFA-Förderung „Heizen mit erneuerbaren Energien“
  
Ab dem 1. Januar 2018 ist die Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien immer vor der Maßnahme bzw. Vertragsschluss mit dem Installateur beim BAFA zu beantragen. Antragsteller, die ihre Heizungsanlage 2017 in Betrieb nehmen oder bis dahin Optimierungsmaßnahmen durchgeführt haben, können den Förderantrag noch innerhalb von neun Monaten nach der Inbetriebnahme stellen, d. h. bis zum 30.09.2018.
Eine Sonderregelung kann gelten, wenn der Auftrag für die Errichtung und Inbetriebnahme der Heizungsanlage 2017 vergeben wurde bzw. noch vergeben wird und mit dem Fachunternehmer vereinbart wird, dass die Anlage auch noch im Jahr 2017 in Betrieb genommen werden soll. Damit die Förderung infolge einer Verzögerung bei der Installation der Heizungsanlage nicht entfällt, muss dem BAFA eine entsprechende Erklärung vorgelegt werden.
  
Die Information zur Änderung der betreffenden Richtlinie finden Sie im Bundesanzeiger unter dem folgenden Link... 
      
Weitere Informationen zu den einzelnen Förderprogrammen mit Hinweisen auf die Änderung erhalten Sie hier...
 
Förderprogramme: Neues Online-Tool verschafft Überblick

Das „Förder.Navi“ der EnergieAgentur.NRW hilft bei der Suche nach Fördermöglichkeiten und bietet zusätzliche Informationen zu ausgewählten Themen rund um die Förderlandschaft und Energieversorgung.
Unter www.foerder-navi.de werden durch einfache Nutzerabfragen durch die Filterung nach Antragsteller, Förderthema, Förderart und Fördergeber alle relevanten Informationen übersichtlich und klar dargestellt. Brandenburger Interessenten können das Online-Tool für die Suche nach Förderprogrammen des Bundes und der KfW nutzen. Förderprogramme des Landes Brandenburg können weiterhin bei der Investitionsbank Brandenburg (ILB) unter gesucht werden.
  
Klimaretter-Sparbuch im Hosentaschenformat

Die Broschüre „Klimaretter-Sparbuch“ des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz fasst viele Informationen zum Thema Klimawandel und –schutz zusammen. Es werden Verbrauchertipps und Hinweise zur Schonung der Umwelt und des eigenen Geldbeutels gegeben. Außerdem sind viele nützliche Adressen zur weiteren Vertiefung der Themen und Ansprechpartner verfügbar.
Die Broschüre kann unter diesem Link bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.
           
Energieeffizienz von Wärmeerzeugern
  
Ab dem 26. September 2017 gelten verschärfte Anforderungen an die Energieeffizienz von neuen Wärmepumpen, Elektroheizkesseln, Blockheizkraftwerken (der Klassen Mikro und Mini BHKW) sowie Niedertemperaturwärmepumpen. Außerdem werden Mindestanforderungen an die Wärmeverluste von Warmwasserspeichern bis zu einem Volumen von 2000 Litern gestellt. Dadurch muss die Wärmedäm-mung der Geräte deutlich verbessert werden und die Preise werden voraussichtlich steigen.
Alte Kaminöfen, deren Typenschild ein Datum vor dem 1. Januar 1985 ausweist, müssen 2017 ausge-tauscht oder aufgerüstet werden. Ab 1. Januar 2018 dürfen sie ohne Nachweis, dass sie gemäß dem Stand der Technik weniger Staub in die Luft ausstoßen, nicht mehr betrieben werden.

       
25 Jahre Passivhaus
   

Ein Passivhaus ist ein Gebäudestandard, der energieeffizient, komfortabel, wirtschaftlich und umweltfreundlich ist. Die Gebäude kommen ohne klassische Gebäudeheizung aus: Durch besondere Fenster und eine Hülle aus hochwirksamer Wärmedämmung in Außenwänden, Dach und Bodenplatte kann die Wärme schützend im Haus gehalten werden. „Passiv“ bedeutet, dass der größte Teil des Wärmebedarfs aus „passiven“ Quellen kommt: Sonneneinstrahlung sowie Abwärme von Personen und Geräten.
  
Ein Passivhaus verbraucht 90 % weniger Heizwärme als ein herkömmliches Gebäude im Baubestand. Und selbst im Vergleich zu einem durchschnittlichen Neubau wird mehr als 75 % eingespart.
   
Der Passivhaus-Standard lässt sich gut mit der Erzeugung erneuerbarer Energie direkt am Gebäude kombinieren. Seit April 2015 gibt es für dieses Versorgungskonzept die neuen Gebäudeklassen „Passivhaus Plus“ und „Passivhaus Premium“. Dabei steigt jeweils die Erzeugung mit erneuerbaren Energien und gleichzeitig sinkt der Primärenergiebedarf des Gebäudes.
  
Mittlerweile gibt es Passivhäuser für alle Nutzungsarten und mit Blick auf den Ressourcenverbrauch sowie die Eindämmung der Klimaerwärmung setzen Kommunen, Unternehmen und Privatleute bei einem Neubau oder einer Sanierung zunehmend auf den Passivhaus-Standard.
  
Quellen und weitere Informationen: Zeitschrift „Bauen Plus“; 6/2017; Herausgeber: Bundesanzeiger Verlag und Fraunhofer IRB Verlag; www.passiv.de
  
Dezentrale Energieversorgungsanlage: Energy Home von Remeha
  
Das „Rehmeha Energy Home“ wird vorgefertigt in einem 9 m² großen Blockhaus geliefert und enthält das Mini-BHKW eLina mit 2 bzw. 2,6 kW elektrischer Leistung, einen Calenta Gasbrennwertkessel mit 25 kW sowie einen Speicher mit 390 Litern Fassungsvermögen. Zusätzlich ist auf dem Dach eine 13,5 m² große Photovoltaikanlage installiert.
  
Das System ist für größere Wohngebäude mit einem höheren Wärme- und Strombedarf, sowohl im Neubau als auch bei einer Sanierung, ausgelegt. Alle Elemente im Innern sind fertig montiert, sodass nur die Anschlüsse zu installieren sind: Einbauarbeiten und damit potenzielle Fehlerquellen entfallen.
Der Einsatz des Komplettsystems bei energetischen Modernisierungen wird von der BAFA gefördert.
  
Quellen und weitere Informationen: Zeitschrift „Bauen Plus“; 6/2017; Herausgeber: Bundesanzeiger Verlag und Fraunhofer IRB Verlag; www.remeha.de
  
Elektromobilität
  
Fahrzeuge, die rein elektrisch fahren, stoßen kein Kohlenstoffdioxid (CO2) aus. Solange sie Ökostrom, d. h. 100 % Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen, beziehen, wird bei der Stromerzeugung auch kein CO2 emittiert. Wer für den Ladevorgang seines Elektrofahrzeugs Strom aus anderen Energiequellen verwendet, benutzt Strom, der bei dessen Erzeugung ebenfalls CO2 ausgestoßen hat.
  
Über den CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung seines Energielieferers kann man sich im Internet erkundigen. Diese Informationen liegen auch der Jahresrechnung bei. Im Allgemeinen wird der CO2-Ausstoß für den Strommix in Deutschland für das Jahr 2016 mit 0,529 kg CO2/kWh angegeben.
Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft die Verbrauchs- und Emissionswerte für verschiedene Fahrzeugarten:

 

Bei einer Laufleistung von 10.000 km emittieren die Fahrzeuge unterschiedlich viel CO2:
•    Benzinfahrzeug    1.160 kg
•    Dieselfahrzeug    1.048 kg
•    Elektrofahrzeug ohne Ökostrom    714 kg
•    Elektrofahrzeug mit Ökostrom    0 kg
  
Die Reichweiten, Verbrauchs- und Emissionswerte hängen von unterschiedlichen Faktoren ab, z. B. persönlicher Fahrstil, Beschaffenheit der Strecke, Außentemperatur, Nutzung der Heizung oder Klimatisierung und Vortemperierung des Fahrzeugs.
  
Solarer Mieterstrom – Förderung von der EU-Kommission genehmigt
  

Rund 3,8 Millionen Haushalte können laut einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums von dem erzeugten Strom auf dem Dach profitieren. Ökonomisch und ökologisch wird das Vorhaben durch das von der Bundesregierung im Sommer 2017 verabschiedete Mieterstromgesetz und durch die im November 2017 von der EU-Kommission genehmigte Förderung eine attraktive Option für Mieter und Vermieter.
  
Der Strom, der auf dem Dach eines oder mehrerer Häuser produziert wird, wird durch Direktvermarktung an die Mieter geliefert. Dadurch enthält der Strompreis keine staatlichen Abgaben wie Netznutzungsentgelte, Konzessionsabgaben, KWK-Umlage oder Stromsteuer, da er ohne die Nutzung eines allgemeinen Versorgungsnetzes zu den Kunden gelangt.
  
Betreibern von Mieterstromanlagen werden in Abhängigkeit der Größe der Anlage und dem EEG-Einspeisetarif Zuschläge für den erzeugten Strom garantiert. Außerdem legte der Gesetzgeber fest, dass der Höchstpreis für die Mieter mindestens 10 Prozent unter dem Grundversorgungstarif des jeweiligen Ortes liegen muss.
  
Quellen und weitere Informationen: Bundeswirtschaftsministerium; Bundesverband Solarwirtschaft e. V.; www.pv-mieterstrom.de; www.naturstrom.de


  
Land Berlin - Klimaneutral bis 2050

  
Das Energiewendegesetz gewährleistet einen einheitlichen rechtlichen Rahmen für einen nachhaltigen Klimaschutz.
Im Energiewendgesetz werden die Klimaschutzziele sowie die Instrumente zu ihrer Erreichung – allen voran das Energie und Klimaschutzprogramm – verankert. Das Gesetz legt fest, dass das Land Berlin bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden soll. Die energiebedingten Kohlendioxidemissionen sollen bis zum Jahr 2020 um mindestens 40 Prozent, bis zum Jahr 2030 um mindestens 60 Prozent und bis zum Jahr 2050 um mindestens 85 Prozent im Vergleich zu den Emissionen im Jahr 1990 reduziert werden. Erstmals hat das Ziel der Klimaneutralität damit eine gesetzliche Grundlage bekommen.
  
Mit welchen konkreten Maßnahmen diese Klimaschutzziele erreicht werden sollen, wird im Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) dargestellt. Die Erstellung dieses Programms als "Fahrplan" der Berliner Energie- und Klimaschutzpolitik schreibt das Gesetz für den Senat verpflichtend fest. Die Umsetzung wird laufend kontrolliert, bewertet und die Ergebnisse veröffentlicht.
   
Unter anderem sollen sich die Senats- und Bezirksverwaltungen so organisieren, dass sie ab dem Jahr 2030 CO2-neutral arbeiten. Wesentlich ist dabei die Sanierung des öffentlichen Gebäudebestandes.
  
Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auf den Seiten der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz unter www.berlin.de/senuvk/klimaschutz/.
  
Studie: Deutschland verfehlt Klimaziele drastisch
  
Deutschland wird sein Klimaziel für 2020 einer Studie zufolge viel weiter verfehlen als bislang gedacht. Statt den Treibhausgas-Ausstoß bis dahin wie geplant um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, werde Deutschland nur  rund 30 Prozent erreichen.
   
Nach den Zahlen von Agora Energiewende dürfte Deutschland jedoch 2020 etwa 120 Millionen Tonnen CO2 zu viel ausstoßen, wenn nicht noch zusätzlich gegengesteuert wird. Als Ursachen werden das Ausmaß der Kohleverstromung, mehr Straßenverkehr, stärkeres wirtschaftliches Wachstum als erwartet sowie einen Rückstand bei der energetischen Gebäudesanierung angegeben.
  
Zur Pressemeldung: www.zdf.de/nachrichten/heute/studie-deutschland-verfehlt-klimaziele-drastisch-100.html
  
UNO warnt vor schneller Erderwärmung
   
Das UN-Umweltprogramm (UNEP) warnt vor einer Erhöhung der Erdtemperatur um drei Grad, im Vergleich vor der Industrialisierung, sollten alle Länder so weiter machen wie bisher.
  
Die Weltwetterorganisation (WMO) spricht jetzt schon von einer Erhöhung um 1,2 Grad und verwies darauf, „dass die Konzentration des klimaschädlichen Kohlendioxids in der Atmosphäre 2016 einen neuen Rekordwert erreicht habe. Im weltweiten Durchschnitt lag sie demnach bei 403,3 ppm (Teilchen pro eine Million Teilchen), nach 400 ppm in 2015. Damit ist die CO2-Konzentration in der Luft vergangenes Jahr so schnell gestiegen wie noch nie. Verantwortlich für den Anstieg seien der Mensch sowie das Wetterphänomen El Niño, hieß es in dem WMO-Jahresbericht zu Treibhausgasen weiter. Das letzte Mal, dass die Erde so hohe CO2-Konzentrationen aufwies, war demnach vor drei bis fünf Millionen Jahren. Damals war der Meeresspiegel 20 Meter höher als heute.“
   
Zur Pressemeldung: www.neues-deutschland.de/artikel/1068680.uno-warnt-vor-schneller-erderwaermung.html

  

Preistrends/Preisstatistiken



Grundsätzlich kann jeder Kunde seinen Energielieferer frei wählen. Insofern gelten für Erkner (und jeden anderen Ort) die vom jeweils ausgewählten Lieferer angebotenen Preise. Die folgenden Grafiken geben eine Orientierung über die Preisverhältnisse in der Region Erkner und über die deutschlandweite Preisentwicklung:
(Quellen: Statistisches Bundesamt, Mineralölwirtschaftsverband, C.A.R.M.E.N. e. V., www.kostenguenstiger.de, www.gas24.de, eigene Recherchen)

  


Trends der Entwicklung der Strom- und Gaspreise für 2018


Strom:
  

Die Autoren der Internetseite www.stromauskunft.de/strompreise/strompreise-2018/ rechnen mit einer geringen, aber nicht signifikanten Veränderung des Strompreises für das Jahr 2018:
     
„Vielleicht gibt es im Jahr 2018 in Deutschland bei den Strompreisen etwas mehr Gerechtigkeit. Denn bisher ist es ja so, dass vor allem die Preise im Osten sowie in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten deutlich höher sind als im Westen oder in den Metropolen. Schuld daran sind vor allem die unterschiedlichen Netzentgelte, die für private Haushalte mehr als ein Viertel des Strompreises ausmachen.  
  
Stand heute wollen vor allem die Netzbetreiber in Ostdeutschland im Jahr 2018 die Kosten senken. Günstiger werden die Strompreise 2018 im bundesweiten Durchschnitt laut unserer Prognose aber wahrscheinlich nicht.“
  
Laut einer Analyse des Vergleichsportals Verivox werden die Privatkundentarife im Durchschnitt weiterhin bei 28,3 Cent pro Kilowattstunde liegen. Bislang seien für 2018 auch im Jahresverlauf keine großen Preissprünge zu erwarten. (www.tagesspiegel.de, 06.10.2017)
  
Die Preisentwicklung in Erkner zwischen Juni und Dezember 2017 verzeichnet  dagegen eher einen leichten Rückgang der Strompreise.
 
Erdgas:

  
Das Portal www.t-online.de meldete am 10.12.2017, dass die Gaspreise auch 2018 zunächst stabil bleiben:
  
„Der anhaltende Wettbewerb sowie leicht sinkende Netzentgelte wirkten sich stabilisierend auf den Preis aus. Mittelfristig rechnen die Experten jedoch wieder mit leicht steigenden Gaspreisen.“
  
Dagegen erwarten andere Experten eine Trendwende auf dem Gasmarkt:
„Nach 3 Jahren fallender Gaspreise hat der Brennstoff aus der Leitung das Preisniveau von vor 5 Jahren erreicht und wird bereits wieder teurer. Der russische Gasförderkonzern Gazprom, vom dem Deutschland immerhin 40 % seines Erdgases bezieht, hat für Ende 2017 bereits eine Preissteigerung von 10 % angekündigt. Energieexperten sind sich einig, dass der steigende Ölpreis und die seit einem Jahr anhaltenden Gaspreissteigerungen [+26 %] an den Terminbörsen den Gaspreis auch für Verbraucher in die Höhe treiben wird. Kurzfristige Preisschwankungen am Weltgasmarkt wegen Überangebotsmengen spielen bei der langfristigen Einkaufsplanung der Gasversorger keine Rolle.
  
Verbraucherschützer raten deshalb dazu, sich die derzeit noch günstigen Neuverträge zu sichern und Tarife mit möglichst langer Preisgarantie zu wählen.
(https://www.1-gasvergleich.com/gaspreise/; „GASPREISE STEIGEN 2018 WIEDER; 13.12.2017)
     
Konkret für Erkner haben sich die Gaspreise im zweiten Halbjahr 2017 nicht verändert.


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Aktuelles:

15.12.17 12:08

Baumarbeiten

Noch in diesem Jahr werden durch die Firma „Baumdienst & Landschaftsbau...


13.12.17 09:42

Schließung der Stadtbibliothek Erkner über Weihnachten

Die Stadtbibliothek Erkner schließt am 22.12.2017, um 16:00 Uhr und öffnet...


7.12.17 08:07

Besuch in unserer Partnergemeinde

Von Samstag, den 09.12., bis Montag, den 11.12.2017, besuchte eine...