Städtebauförderprogramm "Aktive Stadtzentren"



Städte und Gemeinden stehen vor immer neuen Aufgaben und Herausforderungen. Um diese besser bewältigen zu können, unterstützen Bund und Länder die Kommunen mit Programmen zur Städtebauförderung. Erklärtes Ziel ist es, nachhaltige städtebauliche Strukturen zu schaffen und Missstände zu beseitigen.


"Aktive Stadtzentren" ist eines dieser Förderprogramme. 
 

Ziel, Gegenstand und Förderung des Programms
  
In vielen Kommunen ist ein Funktionsverlust der "zentralen Versorgungsbereiche" zu beobachten. Diese Bereiche sind meistens deckungsgleich mit den innerstädtischen Zentren, die u.a. hinsichtlich Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie eine wichtige Versorgungsfunktion für die Bevölkerung übernehmen.
    
Das Programm "Aktive Stadtzentren", seit 2016 in der zweiten Förderperiode, zielt darauf ab, diese Bereiche zu stärken.
  
Es dient der Vorbereitung und Realisierung von Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung von zentralen Versorgungsbereichen, die durch Funktionsverluste geprägt sind und sich als Standorte für Wirtschaft, Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben etablieren sollen.
  
Grundlage für städtebauliche Maßnahmen sind die Städtebauförderungsrichtlinien (StBau FR).
  
An der Finanzierung der Städtebauförderung beteiligen sich Bund, Länder und Kommunen zu je einem Drittel. Gefördert werden können Einzelvorhaben innerhalb einer definierten Gebietes und auf der Grundlage eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes.
  
Die Finanzhilfen können z. B. eingesetzt werden für:

  • Aufwertung des öffentlichen Raumes (Straßen, Wege, Plätze),
  • Instandsetzung und Modernisierung von stadtbildprägenden Gebäuden (einschließlich der energetischen Erneuerung)
  • Bau- und Ordnungsmaßnahmen für die Wiedernutzung von Grundstücken mit leer stehenden, fehl- oder mindergenutzten Gebäuden oder Brachen einschließlich städtebaulich vertretbarer Zwischennutzungen
  • die Einrichtung eines Citymanagements, Aufbau von Immobilien- und Standortgemeinschaften
  • die Umsetzung von Grün- und Freiräumen
  • Maßnahmen der Barrierearmut bzw. -freiheit
  • die Beteiligung und Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern
Erkner bewirbt sich


Im Januar 2015 hat die Stadtverordnetenversammlung Erkner das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Erkner 2025 (INSEK) als Leitfaden für die kommenden Jahre beschlossen und somit die erste Hürde für die Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm genommen.
  
Die Stadt Erkner hat sich daraufhin im Juni 2016 für das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadtzentren II“ (ASZ II)“ beworben und im Oktober 2016 den ersten Zuwendungsbescheid für die Erarbeitung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (städtebauliche Zielplanung) erhalten.
  
Das Zentrum der Stadt ist historisch und geographisch bedingt zweigeteilt in den Innenstadtbereich „Friedrichstraße“ und „Bahnhof/Bahnhofsumfeld“. Beide Räume weisen sich durch zentralörtliche Angebote aus und wurden bereits im INSEK als Handlungsschwerpunkte definiert.
  
Durch die Aufnahme in das ASZ II-Programm sollen diese Teilstadtzentren gestärkt, weiterentwickelt und enger miteinander verknüpft werden. 

Hauptziele, abgeleitet aus dem INSEK, sind daher:


  1. Nachhaltige Stärkung des südlichen Stadtzentrums (Friedrichstraße) als Wohn-, Arbeits- und Freizeitbereich
    • Erhöhung der Aufenthaltsqualität
    öffentlicher Räume
    • Funktionale und qualitative Aufwertung des Einzelhandels
      
  2. Städtebauliche und funktionale Fortentwicklung des nördlichen Stadtzentrums (Bahnhof/ Bahnhofsumfeld)
    • Stärkung der Zentrumsfunktion und Erhöhung der Nutzungsvielfalt
    • Sicherung und Stärkung der Verkehrsknotenfunktion
      
  3. Räumliche und funktionale Verbindung der Teilstadtzentren Friedrichstraße und Bahnhof/ Bahnhofsumfeld sowie Vernetzung der Akteure
    • Verbesserung der baulichen und funktionalen Verknüpfung
    • Mitwirkung und Kooperation verschiedener privater und öffentlicher 
      Akteure sowie der Bevölkerung vor Ort   

Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger sowie lokaler Akteure sollen die im INSEK dargestellten Ziele und Maßnahmen konkretisiert, weiterentwickelt und schrittweise in den nächsten Jahren umgesetzt werden.
  
Im Rahmen eines Akteursforums am 09. Mai 2017 konnten erstmals Eigentümer betroffener Grundstücke, Gewerbetreibende, Unternehmen, Vereine und Initiativen mehr über das Förderprogramm erfahren. Dabei wurden Entwicklungsziele und die bisher vorgesehenen Maßnahmen und Ideen der Stadt Erkner vorgestellt und diskutiert. Die Akteure hatten die Möglichkeit eigene Ideen, die Ihr Grundstück oder auch den gesamten Stadtbereich betreffen, einzubringen.
    
Mit einer weiteren Veranstaltung wollte die Stadt Erkner mit den Bewohnern ins Gespräch kommen und hat daher am 23. Mai 2017 zu einem Bürgerforum in das Rathaus Erkner über das Amtsblatt, die Märkischen Oderzeitung und im Internet informiert und eingeladen.
  
Nach einer kurzen Einführung in das Förderprogramm konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Bild von den Maßnahmen machen. Die vorgeschlagenen Projektideen wurden mit der Stadtverwaltung, den Planern oder auch untereinander diskutiert und bewertet. Zudem gab es die Möglichkeit, Anregungen zu äußern.
  
Die Ergebnisse aus den genannten Foren wurden am 30.05.2017 im Fachausschuss Stadtentwicklung vorgestellt. Die Präsentation „Aktive Stadtzentren“ finden Sie hier.
  
Aktuell wird das städtebauliche Entwicklungskonzept unter Berücksichtigung der Hinweise aus den Foren erarbeitet. Anschließend soll das Konzept einschließlich der Gebietskulisse mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung sowie dem Landesamt für Bauen und Verkehr abgestimmt und in der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
  
Nähere Informationen zum Förderprogramm finden Sie u. a. hier: http://www.aktivezentren.de/
   

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