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16.01.2020 10:33 Alter: 43 days

Georgische Kunst im Rathaus


Die erste Ausstellung in diesem Jahr in der Stadtverwaltung Erkner ist eine Augenweide. Ein optischer Knaller. Eine künstlerische Ansage! Vier Künstler aus Georgien nahmen die Einladung der Kunstfreunde Erkner e. V. an und stellen bis Ende Februar ihre ganz unterschiedlichen Werke aus. Was alle Bilder eint ist die Farbintensität. Der Besucher der Ebene 3 und des Foyers wird förmlich in einen Farbenrausch hineingezogen. Der Betrachter kann sich diesen Werken, meist aus Öl, keineswegs entziehen. Diese ausgestellten Gemälde haben eine magische Anziehungskraft. Da ist eine ganz andere Maltechnik zu bewundern. Der Betrachter ist manchmal fast geneigt, ganz vorsichtig mit dem Finger über ein Gemälde zu streicheln, vor lauter Faszination über die angewandte künstlerische Technik. Die Zusammensetzung der Farben war so bisher in der Stadtverwaltung noch nicht zu sehen. Die traurigen Augen einer Bäuerin, die Grazie einer Ballerina oder der vor Kraft strotzende Stier, die Comics sind einfach sehenswert.

Die sehr empfehlenswerte Ausstellung „Georgien, Land des Goldenen Vlieses“ wurde mit einer stimmungsvollen Vernissage, in Anwesenheit vom Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Lothar Eysser, eröffnet. Als Einstimmung auf das zumeist unbekannte Land Georgien, erläuterte die Vorsitzende der Kunstfreunde Erkner e. V., Sigrid Riedel, den Werdegang des nicht alltäglichen Kontaktes und erzählte interessante Details über die Besuche der Vereinsmitglieder in Kutaissi, der zweitgrößten Stadt Georgiens. Stimmungsvoll war die Vernissage, weil die vier Künstler aus Georgien, (samt Dolmetscherin und mitgereistem Historiker) nicht nur ihre wunderbaren Kunstwerke erläuterten, Gastgeschenke austauschten, sondern auch georgischen Wein im Gepäck hatten. Und da Wein und Gesang bestens harmonieren, wurde später im Foyer noch gesungen.

Valeriane Medzmariashvili (der Leiter der Delegation), Mamuka Tkeshelashvili, Vladimir Terdoradze und Teimuraz Kharabadze sind die ausstellenden Künstler aus Kutaissi. Der Einfluss der Comicszene, der georgischen Geschichte, der Architektur, der Farbgestaltung, einer anderen Kultur, auch eines anderen Humors fließen in diese Werke ein. Was Bürgermeister Henryk Pilz zu dem Ausspruch verleitete: „Ich habe den schönsten Arbeitsplatz der Welt, mit ständig wechselnden Ausstellungen um mich herum.“

Für den eigentlichen musikalischen Rahmen der Vernissage sorgten Carmen Orlet, Hugo Dietrich und Andreas Bunckenberg, die u. a. Songs von Gerhart Gundermann zu Gehör brachten. Die  Ausstellung „Georgien, Land des Goldenen Vlieses“ ist bis Ende Februar zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung, an der Friedrichstraße 6-8, montags bis freitags zu sehen. Die Werke sind verkäuflich. In diesem Fall empfiehlt sich der Kontakt zum Verein Kunstfreunde Erkner e. V..