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22.10.2021 12:01 Alter: 43 days

Minister Beermann überreichte Fördermittelscheck


Infrastrukturminister Guido Beermann (v. l. n. r.) sah sich vor Ort an, an welcher Stelle die Stadt Erkner den barrierefreien Zugang zum Bahnsteig plant. Bürgermeister Henryk Pilz hört zu, was Clemens Wolter (Geschäftsbereich Ordnung, Umwelt, Bau, Liegenschaften und Stadtplanung) erklärt.

Der Fördermittelbescheid wechselte den Besitzer: Bürgermeister Henryk Pilz (v.l.n.r.), Lothar Eysser (Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung), André Schaller (Landtagsabgeordneter der CDU), Wolfgang Trogisch (Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauplanung, Natur- und Umweltschutz, Verkehr), Jörg Vogelsänger (Landtagsabgeordneter der SPD) und Infrastrukturminister Guido Beermann.

Erkner ist ein Knotenpunkt der Mobilität. Pendler kommen aus der umliegenden Region, aus Berlin, aus Fürstenwalde oder Frankfurt (Oder) und strömen zu den S-Bahnsteigen, zum Regionalbahnsteig oder zum Zentralen Omnibusbahnhof. Der Regionalbahnhof Erkner gehört mit zu den am stärksten frequentierten Bahnhöfen Brandenburgs. Zu Stoßzeiten ist aber kein Durchkommen durch Erkners Friedrichstraße: Stoßstange an Stoßstange quält sich der Verkehr.

So ein bisschen hatte Bürgermeister Henryk Pilz gehofft, Brandenburgs Infrastruktur- und Landesplanungs-Minister Guido Beermann am vergangenen Dienstag so eine leider alltägliche Situation zu präsentieren. Es war wohl allein den Herbstferien geschuldet, dass dies anders kam und der Minister Stau frei ankam. Aber allein der große Pendlerparkplatz vor der Stadthalle zeigte, jeder Platz war hier am Vormittag besetzt. Viele Personen aus den umliegenden Orten stellen in Erkner ihr Fahrzeug ab, um dann in die S-Bahn oder den Regio zu steigen.

Minister Beermann war in Erkner aus einem guten Grund zu Gast: Er übergab dem Bürgermeister der Stadt Erkner, offiziell einen Fördermittelscheck aus dem Fördermittelprogramm „ÖPNV-Invest“ in Höhe von 731 000 Euro. Der alleine wird die Verkehrsströme kurzfristig nicht beseitigen, aber er wird bei der Umsetzung der Pläne die Ströme besser lenken und neue Angebote schaffen.

Mit diesem Geld und einem Eigenanteil von ca. 190 000 Euro wird die Stadt Erkner einen serpentinenartigen barrierefreien Aufgang zum Regionalbahnsteig bauen, über den man dann auch zum S-Bahnsteig gelangt. Für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Fahrradfahrer wird dieser Bahnsteigzugang gut geeignet sein. Und da Fahrradfahrer immer in Eile sind, werden an dieser Stelle auch 240 überdachte und beleuchtete Abstellplätze an 120 Anlehnbügeln und dazu 12 abschließbare Fahrradboxen errichtet. Außerdem werden das digitale Fahrgastsystem, die Beleuchtung und die Bepflanzung auf dem Bahnhofsvorplatz erneuert. Schließlich ist der Bahnhof eine Visitenkarte einer Stadt.

Baubeginn wird das 3. Quartal 2022 sein. Für das Ende der Maßnahme ist Frühsommer 2023 vorgesehen.

„Was mich an dem Projekt begeistert: Es werden keine Luftschlösser gebaut, sondern ein Angebot geschaffen, um auf das Fahrrad umzusteigen. Und zu wissen, dass das Fahrrad am Abend auch noch dasteht, wo man es am Morgen abgestellt und angeschlossen hat. Die Mobilität verändert sich und dies wird in Erkner erkennbar sein“, sagte abschließend  Minister Beermann bei seinem Besuch.

Bei der Fördermittelscheckübergabe waren auch die Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger (SPD) und André Schaller (CDU), der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Erkner, Lothar Eysser und der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauplanung, Natur- und Umweltschutz und Verkehr, Wolfgang Trogisch, zugegen.