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23.05.2022 11:13 Alter: 44 days

Informationen zur Grundsteuerreform


Zur Umsetzung des Grundsteuer-Reformgesetzes vom 26.11.2019 hat das Bundesministerium der Finanzen durch öffentliche Bekanntmachung vom 30.03.2022 zur Abgabe der Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts für den Hauptfeststellungszeitpunkt 01.01.2022 aufgefordert.

Die brandenburgischen Finanzämter werden zwar über Pressemitteilungen auf die Abgabepflicht hinweisen, aber Steuerpflichtige nicht gesondert zur Abgabe der Grundsteuerwerterklärung auffordern.

Zur Abgabe der Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts sind folgende Personen verpflichtet:

  • Eigentümerinnen oder Eigentümer eines Grundstücks in den oben bezeichneten Ländern
  • Eigentümerinnen oder Eigentümer eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft in den oben bezeichneten Ländern
  • Bei Grundstücken in den oben bezeichneten Ländern, die mit einem Erbbaurecht belastet sind: Erbbauberechtigte unter Mitwirkung der Eigentümerin oder des Eigentümers des Grundstücks (Erbbauverpflichtete)
  • Bei Grundstücken in den oben bezeichneten Ländern mit Gebäuden auf fremdem Grund und Boden: Eigentümerinnen oder Eigentümer des Grund und Bodens unter Mitwirkung der Eigentümerin oder des Eigentümers des Gebäudes.

Eigentümerinnen, Eigentümer und Erbbauberechtigte erhalten jedoch von Mai bis Juni 2022 Informationsschreiben, aus denen die wichtigsten Daten und Fakten hervorgehen.

Maßgebend für die persönliche Erklärungspflicht sind die Verhältnisse am 01.01.2022.

Die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Aktualisierung der Bewertung soll dann alle sieben Jahre erfolgen. Ändern sich zwischen zwei Hauptfeststellungen die tatsächlichen Verhältnisse, muss dies durch den Steuerpflichtigen angezeigt werden. Gemeint sind alle Änderungen, die sich auf die Höhe des Grundsteuerwerts, die Vermögensart oder die Grundstücksart auswirken. Auch Eigentümerwechsel gehören hier dazu.

Die Erklärungen zur Feststellung des Grundsteuerwerts auf den 01.01.2022 sind dem zuständigen Finanzamt im Zeitraum vom 01.07.2022 bis zum 31.10.2022 in digitaler Form zu übermitteln. Für die elektronische Übermittlung der Grundsteuerwerterklärung benötigen Sie ein ELSTER-Benutzerkonto, für das Sie sich bereits jetzt unter elster.de registrieren können. Wenn Sie bereits ein Benutzerkonto haben, müssen Sie nichts weiter tun. Dieses Benutzerkonto können Sie auch für alle Grundsteuerwerterklärungen verwenden. Für Familienangehörige genügt es, wenn bei ELSTER ein Benutzerkonto angelegt wird. Kinder und Enkel können daher die Steuererklärung auch für ihre Eltern oder Großeltern übermitteln.

Neben einer breit angelegten Informationskampagne, in der alle notwendigen Informationen insbesondere über das Internet bereitgestellt werden, wird das Finanzamt Frankfurt (Oder) auch vor Ort einen allgemeinen Überblick über die Grundsteuerreform und die damit verbundene Pflicht, eine Grundsteuerwerterklärung abzugeben, vermitteln.

Weitere Termine finden Sie hier https://finanzamt.brandenburg.de/fa/de/themen/grundsteuer/informationsver-zwj-ans-zwj-tal-zwj-tungen/.

Welche Daten und Unterlagen benötigen Sie für Ihre Grundsteuererklärung? Eine Checkliste für Grundstücks- und Wohnungseigentümer bzw. Erbbauberechtigte finden Sie unter https://finanzamt.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/Checkliste%20Grundst%C3%BCcke.pdf. Das Informationsportal Grundstücksdaten https://informationsportal-grundstuecksdaten.brandenburg.de/ stellt Ihnen für die Erklärungsabgabe in vereinfachter Form die erforderlichen Daten des Liegenschaftskatasters und die Bodenrichtwerte Ihres Flurstücks zum Hauptfeststellungszeitpunkt 01.01.2022 kostenfrei zur Verfügung.

Für weitere Fragen stehen eine Grundsteuer-Hotline (0331) 200 600-20 und ein virtueller Assistent (steuerchatbot.de) zur Verfügung. Viele Informationen zur Umsetzung der Grundsteuerreform finden Sie im Internet auf der Seite grundsteuer.brandenburg.de.