Aktuelles aus dem Energiebereich und Informationen zur Energiepreisentwicklung

Aktuelles

Heizsaison: Was Sie jetzt in Haus oder Wohnung prüfen sollten

Auch wenn die Heizung nun wieder läuft, ist es noch nicht zu spät zum Sparen. Einige Dinge lassen sich sofort umsetzen; bei anderen können Sie zumindest mit dem Planen beginnen – und noch in dieser Heizsaison profitieren. Dass es sich lohnt, zeigen einige Beispiele.
  
Eigentümer können u. a.
•    Heizungsrohre dämmen
•    neue hocheffiziente Heizungspumpen einbauen
•    das Gebäude hydraulisch abgleichen
Mieter können
•    beim Warmwasserverbrauch sparen
•    richtig lüften
•    smart heizen
 
Details finden Sie unter bei CO2-online hier... und hier...

Verbot für neue Ölheizungen ab 2026
  
Ölheizungen sollen in Deutschland zum Auslaufmodell werden - und wer sie aufdreht, soll mehr zahlen: Das Bundeskabinett hat im Zuge des Programms für mehr Klimaschutz u.a. beschlossen, dass ab 2026 nur noch in Ausnahmefällen Heizungen eingebaut werden dürfen. Ein CO2-Preis soll zudem das Heizöl teurer machen. Es gibt allerdings Ausnahmen, wenn etwa ein Haus weder mit Gas noch mit Fernwärme versorgt werden kann oder wenn erneuerbare Energien einen Teil des Wärme- oder auch Kältebedarfs decken.
Der Hintergrund: beim Verbrauch von einer Kilowattstunde emittiert ein Heizölkessel etwa 30 % mehr CO2 als ein Kessel mit Erdgas. 
 
Quelle: www.morgenpost.de, 23.10.2019

Energiesparlampe oder LED?

Energiesparlampe und LED-Glühbirne – preislich gibt es kaum noch Unterschiede zwischen den bei-den Leuchtmitteln. Und auch im Energieverbrauch sind beide Optionen fast gleich sparsam. Für die richtige Wahl kommt es deshalb vor allem darauf an, wo die Lampe zum Einsatz kommen soll.
Betrachtet man nur die Produktion, schneiden LEDs schlechter als Energiesparlampen ab. Denn der Materialaufwand ist bei der LED größer und es werden außerdem viele seltene Metalle benötigt. Der geringere Stromverbrauch und die Langlebigkeit machen diesen Nachteil gegenüber der Energiespar-lampe aber wieder mehr als wett.
  
Quelle

Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz unter einem Dach

Das Bundeskabinett hat am 23.10.2019 den Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschlossen. Das Gebäudeenergiegesetz schafft ein neues, einheitliches, aufeinander abgestimmtes Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Neubauten, an Bestandsgebäude und an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden.
Es führt das Energieeinsparungsgesetz, die Energieeinsparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz in einem neuen Gesetz, dem Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG) zusammen.
Das aktuelle, bereits sehr anspruchsvolle Anforderungsniveau für Neubauten und Sanierung wird nicht weiter verschärft.
  
Weitergehende Informationen (Gesetzentwurf und Kurzzusammenfassung zum Gesetzentwurf) finden Sie hier...

Elektromobilität wird verstärkt gefördert

Die Bundesregierung will Elektroautos mit höheren Kaufprämien sowie Millionen neuer Ladepunkte bis 2030 zum Durchbruch verhelfen. Beim Autogipfel am 04.11.2019 verständigten sich die Teilnehmer auf deutlich höhere Prämien für den Kauf eines Elektroautos und über den beschleunigten Aufbau eines flächendeckenden Netzes an Ladestationen für E-Autos zu.
Die Kaufprämie für Fahrzeuge soll zunächst bis Ende 2025 verlängert werden. Außerdem wird die Prämie deutlich angehoben. Für rein elektrische Autos unterhalb eines Listenpreises von 40.000 Euro soll der Zuschuss von bisher 4.000 Euro auf 6.000 Euro steigen. Für sogenannte Plug-In-Hybride soll es laut Vorlage künftig in dieser Preisklasse statt 3.000 dann 4.500 Euro geben.
In den Ausbau der Ladeinfrastruktur will der Bund in den nächsten Jahren 3,5 Milliarden Euro investieren. Die Bundesregierung hat u. a. angekündigt, bis 2030 eine Million öffentliche Ladepunkte zu schaffen. Außerdem soll der Bau privater Ladepunkte stärker gefördert werden.
    
Quelle: Zeit Online, 04.11.2019
 
Weitergehende Informationen zu Elektroautos finden Sie z. B. unter:
ADAC.de
Firmenauto.de
Firmenauto.de
  
Eine Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge stellt die BAFA hier zur Verfügung.

Energieeffizienz hat sich seit 1990 um 40 Prozent verbessert

Nach Angaben der AG Energiebilanzen hat sich die gesamtwirtschaftliche Energieeffizienz in Deutschland von 2017 auf 2018 um 3,1 Prozent verbessert – gegenüber 1990 sogar um mehr als 40 Prozent.
Im Durchschnitt der zurückliegenden 28 Jahre beträgt der Zuwachs an Energieeffizienz 1,6 Prozent pro Jahr. In der Stromerzeugung verringerte sich der Energieeinsatz seit 1990 um etwa 26 Prozent. Der durchschnittliche Wirkungsgrad aller Stromerzeugungsanlagen stieg seit 1990 hierzulande von 36,6 Prozent auf aktuell mehr als 50 Prozent. Bei den privaten Haushalten hat sich die Energieeffizienz seit 1991 temperaturbereinigt um knapp 29 Prozent verbessert.
Trotzdem liegt die Gesamtentwicklung deutlich unter der Zielvorstellung der Bundesregierung.
 
Quelle: Pressedienst der AG Energiebilanzen, Nr. 06/2019

Nationale Wasserstoffstrategie

Bis zum Jahresende will die Bundesregierung eine nationale Wasserstoffstrategie erarbeiten. Auf einer Veranstaltung am 05.11.2019 in Berlin erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier u. a.: „Gasförmige Energieträger, vor allem Wasserstoff, werden ein Schlüsselrohstoff einer langfristig erfolgreichen Energiewende sein.“ Deutschland müsse „bereits heute die Weichen dafür stellen, dass Deutschland bei Wasserstofftechnologien die Nummer 1 in der Welt wird.“
Es wurde betont, dass Wasserstoff „ein wichtiges Element für die Energiewende“ sei und die Bausteine Energieeffizienz und erneuerbare Energien ergänzen müsse. Dies gelte speziell für „CO2-freien“-Wasserstoff. Dabei wird der Wasserstoff aus Elektrolyseanlagen gewonnen, die erneuerbare Energien nutzen.
 
Quelle:  vom 05.11.2019

EEG-Umlage steigt 2020 um 5,5 Prozent

Die sogenannte Ökostrom-Umlage steigt im Jahr 2020 um 5,5 Prozent auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde. Neben dem Anstieg der EEG-Umlage zeichneten sich auch bei den übrigen Preisbestandteilen Erhöhungen ab.
Die Verteuerung der Ökostromzulage kostet einen Zwei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 2400 Kilowattstunden aber lediglich 8,40 Euro im gesamten Jahr.
Im Rahmen ihres Klimapakets plant die Bundesregierung im Gegenzug zu einem Einstieg in eine CO2 -Bepreisung in den Sektoren Verkehr und Gebäude Entlastungen beim Strompreis. Ab 2021 soll die EEG-Umlage in diesem Zusammenhang in einem ersten Schritt um 0,25 Cent pro Kilowattstunde gesenkt und dann weiter verringert werden
  
Quelle: vom 15.10.2019

Null-Energie-Häuser

Der Begriff „Nulle-Energie-Haus“ bezeichnet einen Energiestandard für Gebäude, welcher erreicht ist, wenn der externe Energiebezug des Gebäudes als Bilanz über einen Zeitraum von einem Jahr durch den auf der Liegenschaft des Gebäudes umgesetzten, eigenen Energiegewinn (z. B. durch Solaranlagen etc.) aufgewogen ist. Technisch ist das Nullenergiehaus eine Fortführung der Idee des Passivhauses. Nicht berücksichtigt wird beim Nullenergiestandard die Energie, die zur Erstellung des Hauses benötigt wird. Drei solcher Gebäude sind derzeit für Campus der Universität München geplant.
Ab 2021 sind nahezu Null-Energiegebäude (nZEBs) im Neubau in Europa Standard. Dies schreibt die EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (2018/844) vor. Gebäudeplaner, Architekten und Bauwirtschaft sind dann gefordert, kostenoptimierte Gebäude mit minimalem Energiebedarf zu realisieren.
  
Quelle

Stromfresser im Haushalt

Die TOP 3 beim Stromverbrauch eines Dreipersonenhaushalts sind der Herd mit ca. 85 Euro pro Jahr, gefolgt von Tiefkühlschrank (ca. 75 Euro pro Jahr) und Kühlschrank (ca. 63 Euro pro Jahr).
Dagegen schlägt zum Beispiel der Fernseher nur mit jährlich etwa 36 Euro zu Buche.
  
Quelle: Hallo Nachbar, Kundenjournal der EWE, Heft 03/2019

Preistrends/Preisstatistiken

Grundsätzlich kann jeder Kunde seinen Energielieferer frei wählen. Insofern gelten für Erkner (und jeden anderen Ort) die vom jeweils ausgewählten Lieferer angebotenen Preise. Die folgenden Grafiken geben eine Orientierung über die Preisrelationen in Erkner bei Wahl preisgünstiger Anbieter und über die deutschlandweite Preisentwicklung in den letzten Jahren:

Trends der Entwicklung der Energiepreise

Strom:
 
Im Jahr 2019 sind die Strompreise im Durchschnitt in Deutschland wiederum leicht angestiegen. 2020 wird sich der Anstieg fortsetzen. 419 Grundversorger haben nach Angaben des Vergleichsportals Check24 angekündigt, die Preise zum Jahreswechsel anzuheben. Das ist mehr als jeder zweite Grundversorger in Deutschland. Durchschnittlich wird Strom demnach um 5,4 Prozent teurer. Vor allem Kunden mit Grundversorgungstarifen sollten zumindest den Tarif, wenn nicht gleich den Anbieter wechseln. Als Grund für die Strompreisanhebungen haben die Versorger gestiegene Umlagen und Netzgebühren angegeben. Die beiden Positionen machen knapp die Hälfte des gesamten Stromprei-ses aus. (aus: „Mehr als jeder zweite Versorger erhöht Strompreise“, dpa, 22.11.2019)

Erdgas:
 
Die Börsenpreise und die Importpreise sind im Jahr 2019 deutlich gesunken.
Trotzdem steigen die Gaspreise für den Endkunden allmählich an. 348 Gasversorger haben für 2019 Erhöhungen im Schnitt um 8,6 % durchgesetzt. Im Jahr 2020 werden auf jeden Fall die Netzentgelte weiter steigen (nach: „Gaspreisentwicklung – Gaspreise steigen 2020 weiter“, www.1-gasvergleich.de, 22.11.2019)

Heizöl:
  
Nach einem rasanten Anstieg der Heizölpreise seit Anfang 2016 bewegt sich der Heizölpreis etwa seit Ende 2018 konstant im Bereich von meist 50 bis Euro pro Hektoliter, wie die Grafik am Beispiel des Standorts Berlin zeigt. Internationale Krisen und Spekulation beeinflussen die Preisentwicklung nach wie vor sehr stark.

Fernwärme:

Die Fernwärmepreise sind in den letzten Monaten mit dem Heizöl- und dem Erdgaspreis leicht angestiegen.
Hier sind für 2020 keine großen Änderungen zu erwarten, weil die Fernwärmepreise zeitversetzt anhand der Entwicklung bei Erdgas und Heizöl angepasst werden. Dieser Zeitversatz beträgt meist drei bis sechs Monate.