Wandern

Wupatz' Lehrpfad

Der Wald am östlichen Stadtrand Erkners ist Heimat des kleinen Waldwichtels Wupatz. Mit kessen Sprüchen führt er große und kleine Wandersleute durch die idyllischen Ausläufer des Löcknitztals. Abenteuerlustige lernen an 16 Stationen mittels Schautafeln und interaktiven Modulen die hiesige Flora, Fauna und Landschaftsstruktur auf spielerische Art und Weise näher kennen. Dabei werden nicht nur Köpfchen und Geschick, sondern auch die Sinne und Ausdauer gefordert und gefördert.

Start des 3,6 km langen, interaktiven Rundwegs ist direkt am östlichen Ortseingang, wo sich auch zwei großräumige Parkplätze befinden. Es ist eine etwa 2-stündige Erlebnisreise zwischen Wald, Wiesen und Wasser. Unterwegs bieten sich viele Plätze zum Picknicken oder einfach mal tief durchatmen – allein der Weg selbst ist daher schon einen Besuch wert.

Zunächst führt der Pfad entlang des Waldrands, mit herrlichen Blicken auf die bunten Wiesen entlang der Löcknitz. Eingerahmt von mystischen Baumgruppen umrundet der Weg den Wupatzsee in einem Bogen. Durch die dicht bewachsene Uferzone lässt sich aber dennoch immer mal ein Blick auf den namensprägenden See und seine unzähligen Bewohner erhaschen.

Am Leistikowsteg wird die dort weitläufige Löcknitz schließlich überquert, die auch Ausflugsdampfer und Freizeitkapitäne für sich entdeckt haben. Nach einem kurzen Abschnitt über die sogenannte Löcknitzinsel gelangt man schließlich zum Hubertussteg. Er führt über den Altarm der Löcknitz, dessen Ufer mit tiefhängenden Ästen und sattem Grün eher urwäldliche Atmosphäre aufkommen lassen.

Auf der südlichen Seite des Löcknitztals geht es dann wieder durch typisch märkischen Kiefernwald in Richtung Oberförsterei und zurück in städtische Gefilde. Nach einer kurzen Passage zwischen Erkneraner Bahntrasse und Gartenanlagen geht es auf kürzestem Wege entlang der Fürstenwalder Straße zurück zum Parkplatz

Übrigens gehören Teile von Wupatz‘ Lehrpfad zum 66-Seen-Wanderweg und zum Jakobsweg. Der Abschnitt bis zum Leistikowsteg wurde vor langer Zeit gar dem Maler Walter Leistikow (1865–1908) gewidmet (Leistikowweg). In den Sommermonaten durchstreifte er oft die märkische Landschaft und brachte auch Motive aus Erkner auf Leinwand. Leistikow war auch mit dem wohl bekanntesten Bürger Erkners befreundet: Gerhart Hauptmann.

Wupatz‘ Lehrpfad ist ein Ausflugsziel für kleine Pfadfinder und große Naturschützer zugleich. Nur einen Katzensprung vom Trubel der Hauptstadt entfernt wartet im Waldreich eine bunte Mischung aus Waldbaden, Umweltbildung und Mini-Abenteuern. Zum Flyer

Hinweis für Familien: Zur Rundwegschließung führen die letzten 250 Meter der Wanderroute entlang einer belebten Straße.

Theodor-Fontane-Weg / Waldpoesie-Pfad

Weite Wiesen, stille Wälder, weitläufige Seen und Flüsse mitten in der Stadt – das ist der besondere Reiz Erkners, der den Ort bereits Ende des 19. Jahrhunderts zu einem beliebten Ausflugsziel werden ließ. Die Naturnähe zog seinerzeit auch Gerhart Hauptmann nach Erkner und ließ in ihm eine unbändige Passion für die Schriftstellerei aufblühen. Hiesige Anwohner, Orte und Ereignisse spiegelten sich fortan in vielen seiner Figuren und Geschichten wider.

So wie Erkner Hauptmanns Werk prägte, so prägte Hauptmann Erkner: er ließ die Stadt eine enge Verbindung zur Literatur entwickeln. Eine Verbindung, der man 2012 mit der Einführung des Namenszusatzes Gerhart-Hauptmann-Stadt ein großes Zeichen setzte.

Was Hauptmann für Erkner ist, ist Theodor Fontane für ganz Brandenburg. Bei seinen Wanderungen durch die geliebte Mark verschlug es ihn einst auch in das Seenland zwischen Oder und Spree. Seinen Beschreibungen zufolge passierte er seinerzeit selbst Erkners Löcknitz und Flakensee – Grund genug, ihm vor langer Zeit den begleitenden Uferweg zu widmen.

Als Theodor-Fontane-Weg ist die Strecke zu einem der beliebtesten Wanderwege avanciert, bei Einheimischen und Ausflüglern zugleich. Dazu beigetragen hat auch die Einbindung des nur 1,3 km langen Weges in den überregionalen 66-Seen-Wanderweg.

In Anlehnung an das Fontanejahr 2019 entstand die Idee, den schon namentlich mit Literatur verbundenen Weg auch mit Dichtung zu füllen. Vielmehr noch: der Weg soll die beiden für Erkner stehenden Attribute verbinden. Entstanden ist so ein Waldpoesie-Pfad, der vom Parkplatz an der Fangschleusenstraße gen Norden in Richtung Woltersdorf führt.

Am Beginn des Weges wartet auf Besucher eine Übersichtstafel mit Karte sowie einigen Informationen zum Weg und auch der Bedeutung des Waldes an sich. Entlang des Pfades stellen zehn Stationen Bäume und Autoren vor, die sich von den verschiedenen Baumarten zu lyrischen Werken inspirieren ließen.

Von Romantik über Expressionismus, entlang der Ufer von Löcknitz und Flakensee wartet ein bunter literarischer und naturkundlicher Exkurs. Eine etwas längere Tour empfiehlt sich bis zur Woltersdorfer Schleuse.

Flyer

Weitere Wanderwege:

Oberförstereiweg:
Ab Bahnübergang Friedhof mit wunderschönen Aussichten ins Wiesental der Löcknitz bis nach Grünheide, Ortsteil Fangschleuse (Gottesbrück)
    
Alte Poststraße:

Teil einer historischen Wegverbindung der im Jahre 1712 angelegten ehemaligen Poststraße Berlin - Fürstenwalde - Frankfurt (Oder);
Führt durch malerische Wald- und Seenlandschaften
   
Albert-Kiekebusch-Weg:
Flyer

Beginnt im Kurpark und verläuft auf der Ostseite des Karutzsees südwärts am Waldrand entlang bis nach Erkner- Hohenbinde, durch die Spreeniederung

Wanderweg am Bretterschen Graben:
Flyer

Verläuft von der Seestraße über die Buchhorster Straße bis zur Spree durch ein Niedermoor mit wechselnder, meist geringer Moortätigkeit
   
66-Seen-Wanderweg:
Streckeninfo

Er ist die 9. Etappe des Wanderweges von Rüdersdorf nach Hangelsberg
    
Jakobsweg:

Von Osten, den Oberförsterreiweg entlang, über Hubertus- und Leistikowsteg um den Wupatzsee zum Leistikowweg in die Stadt. Der weitere Verlauf ist noch nicht gesichert.
www.deutsch-polnische-jakobswege.de
www.jakobsweg-viadrina.de 
    
1. Permanenter IVV-Wanderweg in Erkner:
Flyer

Weitere Informationen unter www.wanderverein-spandau.de 

Gerhart Hauptmann. Orte:
  
Schauplätze in und um Erkner aus dem Werk und Leben des Dichters
Flyer