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© Stadt Erkner I Stefan Günther

Persönlichkeiten

Nicht umsonst trägt Erkner den Zusatz Gerhart-Hauptmann-Stadt: Der Nobelpreisträger wies seine Zeit in Erkner selbst als sehr prägend aus, er feierte hier seinen Durchbruch als Schriftsteller. Hauptmann war jedoch bei Weitem nicht der einzige, den es in die Gemeinde verschlagen hatte. So ließen sich auch Unternehmer wie Julius Rütgers, der Klavierbauer Carl Bechstein oder Künstler wie Waldemar Grzimek hier nieder.

Söhne und Töchter der Stadt feierten als Sportler große Erfolge, wurden zu renommierten Künstlern und Künstlerinnen oder beeinflussten die Entwicklung der Gemeinde maßgeblich. Egal, wie sie in unsere beschauliche Kleinstadt kamen, sie alle haben einen Teil zu Erkners Entwicklung beigetragen.

Doktor Leo Hendrik Baekeland
© Historisches Stadtarchiv Erkner I unbekannt

Dr. Leo Hendrik Baekeland (1863 - 1944)

Der belgisch-amerikanische Chemiker erfand 1907 den Kunststoff Bakelit. Den Rohstoff zur Herstellung fand er in den Rütgerswerken, mit denen er 1910 die „Bakelite GmbH" gründete.

Adolf Baumert (1895 - 1969) 

Trug 1945 maßgeblich zur nahezu kampflosen Übergabe Erkners an die Rote Armee bei und verhinderte so die weitere Zerstörung des Orts.

Carl Bechstein
© Historisches Stadtarchiv Erkner I unbekannt

Carl Bechstein (1826 - 1900)

Der Klavierfabrikant hatte Erkner als Sommersitz auserkoren und agierte als Wohltäter der Gemeinde.

Adolph Eduart Beust (k. A. - 1876) 

Er kaufte 1838 das Gelände der ehemaligen Maulbeerbaumplantage und veräußerte es später gewinnbringend.

Heinrich Catoly
© Historisches Stadtarchiv Erkner I unbekannt

Heinrich Catholy (1825 - 1894)

Er war der letzte Erbschulze und ab 1874 erster gewählter Gemeindevorsteher im I. Rüdersdorfer Heidedistrict.

Waldemar Grzimek (1918 - 1984) 

Der Bildhauer und Grafiker lebte viele Jahre in Schönschornstein. Eine seiner Plastiken, eine Büste Heinrich Heines, ist im Rathaus ausgestellt.

Sabina Grzimek (1942)

Tochter W. Grizmeks, ist ebenso bekannte Bildhauerin, Malerin und Grafikerin.

Darsteller Fischer Hans und seine Frau
© Stadt Erkner I Stefan Günther
Darsteller Kostümgruppe Heimatverein Erkner

Fischer Hans (16. Jh.)

War mit der Taufe seiner Tochter 1579 der erste urkundlich erwähnte Einwohner Erkners.

Gerhart Hauptmann
© Historisches Stadtarchiv Erkner I unbekannt

Gerhart Hauptmann (1862 - 1946)

Der Literaturnobelpreisträger (1912) wurde in Erkner vom Bildhauer zum Dichter. Zahlreiche seiner Werke spielen in und um Erkner, seine Figuren und Geschichten spiegeln hiesige Ereignisse und Einwohner:innen wider.

Darsteller Gottlieb Ludwig John
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Darsteller Kostümgruppe Heimatverein Erkner

Gottlieb Ludwig John (18. Jh.)

Der Quartiermeister des Ziethenschen Husaren-Regiments ließ 1752 mit Erlaubnis Friedrichs II. die Maulbeerbaumplantage zur Seidenraupenzucht „auf dem Erkner” anlegen.

Emil Klemmer (1852 - k. A.)

War der erste Rektor der Gemeindeschule in Erkner, an der er mehr als 34 Jahre tätig war. 1893 wurde er zudem als erster Bibliothekar eingesetzt. Zu dieser Zeit befand sich die Bibliothek wahrscheinlich im Schulhaus.

Professor Doktor Albert Kiekbusch
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Prof. Dr. Albert Kiekebusch (1870 - 1935)

Der Archäologe lebte lange Zeit in Hohenbinde. Als Direktor der Vorgeschichtlichen Abteilung des Märkischen Museums Berlin hat er viele Ausgrabungen in Berlin-Brandenburg geleitet oder angeregt.

Darsteller Martin F. Knoblauch
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Darsteller Kostümgruppe Heimatverein Erkner

Martin F. Knoblauch (1714 - 1791)

Der Ingenieur und Bauinspektor führte 1748 die Vermessung der Region um Erkner zur Ansiedlung der Kolonisten und Kolonistinnen durch. Er plante zudem die Trockenlegung der Spreewiesen und somit den Bretterschen Graben.

Darsteller Johannes Otto Neersbach
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Darsteller Kostümgruppe Heimatverein Erkner

Johannes Otto Neersbach (18. Jh.)

Neersbach war mit seiner Familie einer der Pfälzer Kolonisten und Kolonistinnen, neben den Schneiders und Kellers, die 1748 nach Erkner siedelten. Er wurde zum ersten Erbschulzen ernannt.

Grabplatte Helga M. Novak
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Helga M. Novak (1935 - 2013)

Die bekannte Schriftstellerin verbrachte ihre Jugend und letzten Lebensjahre in Erkner. Sie schrieb sowohl Prosa als auch autobiografische Romane.

Johann Friedrich Pfeiffer (1717 - 1787)

Der Kriegs- und Domänenrat legte im Namen des Königs Flächen für die Ansiedlung von Kolonisten und Kolonistinnen an. 1752 veranlasste er die Planung des Bretterschen Grabens.

Dr. Bernd Rühle (1932 - 2014)

Er war als Lehrer und Heimatforscher sowie als Museums- und Kulturamtsleiter jahrzehntelang maßgeblich an der Entwicklung des kulturellen Lebens in Erkner beteiligt. 2004 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.

Julius Rütgers
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Julius Rütgers (1830 - 1903)

Der aus dem Rheinland stammende Unternehmer schuf mit der Gründung der „Theerproductenfabrik" die Basis für die Entwicklung Erkners zum Chemiestandort.

Walter Sawall
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Walter Sawall (1899 - 1953)

Der Radrennfahrer, der hier lebte und verstarb, wurde unter anderem zweifacher Steher-Weltmeister.

Hermann Schelck (1843 - k. A.)

Der Lehrer wirkte 20 Jahre an der Gemeindeschule, gründete eine weiterführende Privatschule und war zeitweise auch Gemeindevertreter.

Walter Smolka
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Walter Smolka (1896 - 1944)

Der gelernte Glasbläser war Betriebsrat in der Bakelite GmbH. Als Mitglied der KPD wurde er verhaftet und in ein Konzentrationslager geschafft. 1944 ging er in einem Strafbataillon verschollen.

Hermann Spindler
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Hermann Spindler (1848 - 1922)

Der Klempnermeister und Gemeindevertreter gründete zahlreiche Vereine und 1889 die Freiwillige Feuerwehr.

Karl Tietz (1909 - 1927)

Der Mitarbeiter des Teerwerks wurde als Mitglied des „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold" im Juni 1927 auf der Fahrt zu einer Fahnenweihe von einem Stahlhelm-Mitglied ermordet.

Doktor Max Johannes Weger
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Dr. Max Johannes Weger (1869 - 1944)

Der Chefchemiker der Rütgerswerke gilt als Vater der Bakelite GmbH. Mit Gründung dieser im Jahre 1910 wurde er Geschäftsführer und Technischer Leiter.

Karl Tietz und Richard Wollank
© Historisches Stadtarchiv Erkner I unbekannt

Richard Wollank (1903 - 1927)

Er war wie Tietz im Teerwerk tätig und Mitglied des „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold". Er starb an den Folgen seiner im Juni 1927 erlittenen Verletzungen (s. Tietz).

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