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29.01.2026

Holocaust-gedenken

Kranzniederlegung an der Erinnerungsstätte für die Opfer von Krieg, Faschismus und Gewaltherrschaft

Am 27. Januar 2026 wurde anlässlich des bundesweiten Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus an der Erinnerungsstätte für die Opfer von Krieg, Faschismus und Gewaltherrschaft der Millionen Menschen gedacht, die durch das nationalsozialistische Regime verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Seit 1996 ist der 27. Januar ein gesetzlich verankerter Gedenktag in Deutschland. Er erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch Soldaten der Roten Armee im Jahr 1945. Auschwitz steht bis heute als Synonym für den millionenfachen industriellen Massenmord der Nationalsozialisten.

Bürgermeister Henryk Pilz erinnerte in seiner Ansprache an die individuelle Dimension des Gedenkens: "Wir erinnern uns heute an sie alle – an jedes einzelne Leben, das ausgelöscht wurde. An jede Familie, die zerstört wurde. An jedes Schicksal, das uns mahnt, wachsam zu bleiben."

In Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverordnetenversammlung Erkner, der beiden christlichen Kirchen, von Vereinen und Institutionen sowie der Klasse 10 a des Carl-Bechstein-Gymnasiums wurde der Opfer gedacht: Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, politisch Andersdenkenden, Menschen mit Behinderungen, Homosexuellen, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen sowie vieler weiterer Gruppen, die Opfer von Verfolgung, Gewalt und Mord wurden.

Carsten Schwarz, Pfarrer der evangelischen Gesamtkirchengemeinde an Löcknitz und Spree, betonte in seiner Rede die Bedeutung von Respekt, der Achtung der Menschenwürde und von Gerechtigkeit. "Nur wenn es Gerechtigkeit gibt, gibt es auch Frieden", so seine Mahnung. Mit der Niederlegung von Blumengebinden und einer Schweigeminute endete das stille Gedenken.

Blumengebinde an der Erinnerungsstätte
© Sell I Stadt Erkner
Die niedergelegten Blumengebinde an der Erinnerungsstätte