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32. Heimatfest

29. - 31. Mai 2026

Von Freitag, den 29. Mai 2026, bis Sonntag, den 31. Mai 2026, feiert Erkner zum 32. Mal sein Heimatfest. Ab Freitagnachmittag beginnt auf der Bühne im Rathauspark die musikalische Einstimmung auf das Festwochenende. Am Samstag stehen beliebte und traditionelle Veranstaltungspunkte auf dem Programm, wie zum Beispiel die Anlandung von Fischer Hans am Ufer des Dämeritzsees, die Begrüßung durch den Bürgermeister mit dem Anschnitt der Festtorte sowie zahlreiche künstlerische und sportliche Beiträge der Vereine aus Erkner. Am Sonntag können sich die Besuchenden unter anderem auf den ökumenischen Gottesdienst auf der Bühne, die Preisverleihung des Mal- und Zeichenwettbewerbs oder die große Tanzshow freuen.

Zu den Veranstaltungen auf der Bühne im Rathauspark bietet das Heimatfest ein vielseitiges Begleitprogramm im und um das Rathaus herum. Dazu gehören Stadtrundfahrten auf dem Wasser mit Stadthistoriker Frank Retzlaff und der Reederei Kutzker oder den Kaffee- und Kuchenbasaren im Bürgersaal des Rathauses, organisiert von Schülerinnen und Schülern der MORUS-Oberschule und des Friedrich-Gedike-Gymnasiums.

Bei der historischen Kaffeetafel der Kostümgruppe des Heimatvereins Erkner e. V. am Sonntag haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die Persönlichkeiten der Geschichte Erkners kennenzulernen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und Erinnerungsfotos zu machen. Zu treffen sind hier unter anderem Mutter Wolffen, Gerhart Hauptmann und auch Carl Bechstein. Der berühmte Klavierbauer begeht in diesem Jahr übrigens seinen 200. Geburtstag. Am Montag, den 1. Juni, einen Tag nach dem Heimatfest, haben Interessierte die Möglichkeit, bei einem Vortrag des Stadthistorikers Frank Retzlaff alles über Carl Bechstein, seine Flügel und Klaviere sowie den Einfluss des Klavierbauers auf seinen Sommersitz Erkner zu erfahren.

Carl Bechstein (1826 - 1900) – Ein Klavierbauer von Weltrang

Carl Bechstein wurde am 1. Juni 1826 in Gotha geboren. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für den Klavierbau: Ab 1840 absolvierte er eine Lehre in Erfurt. Es folgten Wanderjahre, die ihn nach Dresden, Berlin, London und Paris führten – Stationen, an denen er sein handwerkliches Können perfektionierte. 1853 gründete er in Berlin seine eigene Firma, die „C. Bechstein Fortepiano-Fabrik“ in der Behrenstraße. Bei Konzerten der Pianisten Hans von Bülow und Franz Liszt begeisterten seine robusten Flügel Publikum und Künstler. Die Nachfrage stieg rasant. In neuen Fabrikationsanlagen nahe dem heutigen Friedrichstadtpalast fertigten 130 Mitarbeitende rund 400 Instrumente pro Jahr. Bechstein wurde Hoflieferant zahlreicher europäischer Herrscherhäuser. Später entstand eine zweite Fabrik in Berlin-Kreuzberg mit einer Jahresproduktion von etwa 1.200 Instrumenten. Niederlassungen in London, Paris und St. Petersburg machten den Namen Bechstein weltweit bekannt.

Auch privat war Berlin und später Erkner sein Lebensmittelpunkt. 1856 heiratete er Louise Döring aus Strausberg, das Paar hatte vier Kinder (drei Söhne und eine Tochter). Am Dämeritzsee in Erkner erwarb Bechstein mehrere Grundstücke, die als Sommersitz und Treffpunkt vieler Kunstschaffenden dienten. Er engagierte sich stark für die Gemeinde: 1879 stiftete er ein Harmonium für die Schule, 1893 schenkte er der evangelischen Kirchengemeinde Grundstücke zum Bau der Genezareth-Kirche und stiftete die Orgel und die drei Kirchenglocken. Dafür wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Seine 1889 erbaute Villa dient seit 1938 als Rathaus von Erkner.

Als Carl Bechstein am 6. März 1900 starb, beschäftigte seine Firma rund 600 Angestellte. In etwa 45 Jahren waren bereits rund 50.000 Flügel und Klaviere ausgeliefert worden – Instrumente, die bis heute für höchste Qualität und Klangkultur stehen.

Carl Bechstein – ein Name, der Musikgeschichte schrieb – und in Erkner Spuren hinterließ.

Porträt Carl Bechstein
© Carl Bechstein Stiftung

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Heimatfest 2025

Rückblick

Geboten wurde zum 31. Heimatfest Ende Mai wieder eine launige Mischung aus Tradition, welches das Heimatfest zum Heimatfest ausmacht, sowie poppiger Musik. Da gab es Swingmusik zur Eröffnung, spanischen Flamenco und ungarische Weisen, bis die 80er Jahre Party am Freitagabend begann. Mit Blasmusik ging es am Samstag zum Frühschoppen weiter, bis die Samba Kids kamen. Voller Power lockten sie das Publikum nach der Anlandung von Fischer Hans mittels eines kleinen Festumzugs in Richtung Bühne. Auch während des Heimatprogramms wirbelten die Samba Kids auf ihren Trommeln voller Spielfreude. Reichlich Gelegenheit zum Mitsingen, Mitsummen und Mittanzen gab es während der Schlagernacht am Samstagabend.

Mit ihrer Technik begeisterte die Freiwillige Feuerwehr Erkner am Samstag das Publikum. Eine lange Schlange bildete sich an den Fahrzeugen der Wehr. Einfach mal anschauen, in den Fahrzeugen sitzen dürfen, mit der Spritzpistole genau zielen oder gar mit der Drehleiter in die Höhe fahren – dies war nicht nur etwas für die Jungs. Auch die Mädchen waren mutig, setzten sich den Helm auf und ab ging es in die Höhe.

Nieselwetter und kühlere Temperaturen sind für die Erkneranerinnen und Erkneraner kein Grund, nicht auf das Heimatfest zu gehen. Gab es am sonnigen Samstag einen regelrechten Besucheransturm, zog man sich einen Tag später Friesennerz und einen dickeren Pullover an und ging trotzdem zum Fest. Geschätzte 150 Besuchende kamen zum Open-Air-Gottesdienst am Sonntagvormittag. Das Kinderprogramm zog viele kleine Festbesucher an, die von Max und Tini gefesselt waren und zum Schluss gemeinsam mit auf die Bühne durften. Immer ein Höhepunkt ist die Auswertung des Mal- und Zeichenwettbewerbs und der Auftritt der Ballettschule Balancé. Mit hohem tänzerischem Vermögen, wunderbaren Choreografien und bühnenwirksamen Kostümen begeisterte das Ensemble wieder einmal das Publikum. Etwas mit dem Wetter zu kämpfen hatten die Kunstfreunde Erkner e. V. mit dem Kunstmarkt, der aufgrund der Witterungsverhältnisse am Sonntag fast ausfiel. Das freiwerdende große Zelt wurde sogleich von der Kostümgruppe des Heimatvereins Erkner e. V. für die Historischen Kaffeetafel genutzt.

Heimatfest 2024

Rückblick

Vom 24. bis 26. Mai 2024 feierte Erkner sein 30. Heimatfest. Im Rathauspark wurde den Gästen ein kurzweiliges Festprogramm geboten: Von Big-Band-Sound, Blaskapellen- und Rockkonzert über Ballett-Show und Kinderprogramme bis hin zum ökumenischen Gottesdienst. Höhepunkt am Samstag war das Heimatprogramm mit der traditionellen Anlandung von Fischer Hans und dem anschließenden kleinen Festumzug durch den Rathauspark sowie den Ehrungen der Vereine und Institutionen, die in diesem Jahr ein Jubiläum feiern.

Der Kunstmarkt der Kunstfreunde Erkner e. V. fand sein Publikum, genauso wie die Historische Kaffeetafel der Kostümgruppe des Heimatvereins Erkner e. V. Die Preisträger:innen des Mal- und Zeichenwettbewerbs der Erkneraner Schulen zum Thema "Natür(l)ich" wurden ausgezeichnet und mehrere Ausstellungen sowie MORUS- und Docemus-Café luden ins Rathaus ein.

Bürgermeister Henryk Pilz bedankt sich auf diesem Wege recht herzlich bei allen Vereinen und Akteuren, die dieses Fest organisiert, gestaltet und mitgetragen haben, sowie bei den Sponsoren, die das Fest finanziell ermöglichten. 

Geschichten & Orte 2024

Beiträge zu den Akteuren
Bürgermeister, Fischer Hans und seine Frau
© Stadt Erkner

09.04.2024

Das 30. Heimatfest-Wochenende rückt näher

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Wenn Michael Kutzker nicht hinter dem Steuer eines seiner Motorschiffe ist, gibt es auf einem seiner fünf Schiffe immer was zu werkeln.
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09.04.2024

Wenn die "Löcknitz" auf der Löcknitz fährt

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Die Vorstandsmitglieder des ChemieFreunde Erkner e. V. (v. l. n. r.: Joachim Schmidt, Prof. Dr. Hans Peter Welzel, Hubert Elsner und Prof. Dr. Jörg Friedrich) zeigen, was aus Bakelite alles produziert wurde. Um die 2.000 Ausstellungsstücke haben die Chemiker gesammelt.
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18.04.2024

Chemie-Unterricht unter freiem Himmel

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Wolfgang Trogisch leitet seit 30 Jahren den Anglerverein Neuseeland-Erkner e. V.
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25.04.2024 

Frisch geräucherter Fisch ist eine Delikatesse

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Darsteller Alter Fritz
© Stadt Erkner I Stefan Günther

03.05.2024 

Im Kostüm zum Heimatfest
 

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Lara Gathani (l.) und Maya Günther, Schülerinnen der Klasse 11c des  Friedrich-Gedike-Gymnasiums aus Gosen Neu-Zittau, werden am Heimatfest-Sonntag im Bürgersaal backfrische Köstlichkeiten anbieten
© Stadt Erkner

10.05.2024

Vom Kuchen-Hunger und Kaffee-Durst

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So sieht das Rathaus von Erkner aus, wenn es aus Lego-Steinen erbaut ist.
© Stadt Erkner

16.05.2024 

Aus der Welt der kleinen Steinchen

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Vertieft in die Jury-Arbeit waren Annika Kurzmaier (Pädagogin an der Allgemeinen Förderschule Am Rund), Annika Lorenz (Schülerin des Carl-Bechstein-Gymnasiums) und Susanne Schulze (Pädagogin am Carl-Bechstein-Gymnasium). Jury-Mitglied Dejan Markovic von der MORUS-Oberschule ist nicht im Bild.
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16.05.2024

"Natür(l)ich" herausragend           

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drei S-Bahn-Angestellte vor einer historischen S-Bahn
© Stadt Erkner

16.05.2024 

Von der Magie alter S-Bahnen                                       

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Sprühkreideaktion
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23.05.2024 

Von der Sprühkreide-Aktion bis zur Graffiti-Wand

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