E.DIS-Stromnetz in Erkner umfangreich ausgebaut
Das Mittelspannungs- und Niederspannungsverteilnetz in der Stadt Erkner wurde in den vergangenen Monaten für rund 5,5 Millionen Euro umfangreich modernisiert, ausgebaut und digitalisiert – damit ist es jetzt fit für die weiteren Herausforderungen der Energiewende. So wurden im Ortskern der Stadt in zahlreichen Straßen, jeweils auf Höhe der Bürgersteige, kilometerlange unterirdische Kabel neu verlegt. Auch einzelne Straßenquerrungen wurden vorgenommen, jedoch nur dort, wo es aus technischer Sicht zwingend erforderlich war. Der wesentliche Teil der Arbeiten ist jetzt abgeschlossen, einzelne noch geplante Restarbeiten, wie beispielsweise in der Friedrichstraße oder der Bahnhofsstraße, sollen möglichst während der anstehenden Schulferien aufgenommen werden.
„Mit dieser deutlichen Erneuerung und gleichzeitigen Verstärkung des Ortsnetzes von Erkner kann E.DIS Netz auch perspektivisch den wachsenden technischen Herausforderungen der Energiewende, beispielsweise aufgrund zunehmender Nutzung von E-Mobilität und dem wachsenden Einsatz von Wärmepumpen, weiter gerecht werden. Damit sind wir hier in Erkner gemeinsam einen großen Schritt vorwärtsgekommen und verfügen nunmehr über ein sehr modernes Ortsnetz, was uns sehr freut“, sagte Stefan Blache, Geschäftsführer der E.DIS Netz GmbH, vor dem Umspannwerk des Verteilnetzbetreibers.
Insgesamt hat die E.DIS Netz in den vergangenen Monaten allein im Ortskern von Erkner rund 25 Kilometer neues Mittelspannungskabel sowie rund 8 Kilometer langes Niederspannungskabel verlegt. Die dafür erforderlichen Tiefbauarbeiten waren aufgrund der Vielzahl vorhandener Medien sowie der örtlichen und auch unterirdischen Gegebenheiten teilweise recht anspruchsvoll. So war es auf einigen Strecken erforderlich, die Gräben von Hand auszuheben. In den Randlagen der Stadt kam das sogenannte Spülbohrverfahren zum Einsatz, bei dem ein unterirdisches Verlegen von Kabeln so erfolgt, dass offene Gräben vermieden werden.
Ebenfalls erfreut zeigte sich der Bürgermeister der Stadt Erkner, Henryk Pilz: „Die Arbeiten am Stromnetz waren und sind für unsere Stadt von besonderer Bedeutung. So konnte unser städtisches Stromnetz bereits sicherer gestaltet und seine Leistungsfähigkeit spürbar erhöht werden. Wir freuen uns, dass der dafür erforderliche Tiefbau, der zwangsläufig auch zu Einschränkungen führte, nun zumindest im Ortskern zu großen Teilen abgeschlossen werden konnte.“ Mit Blick auf die in den kommenden Jahren ausstehenden Arbeiten zeigte sich Pilz zuversichtlich, dass auch diese möglichst zügig und ohne große Verzögerungen erfolgen werden, um die notwendige Versorgungssicherheit auch für die Zukunft im gesamten Stadtgebiet sicherzustellen.
Neben den Kabelverlegungen wurden auch insgesamt fünf neue digitale Stromverteilerstationen, sogenannte digiONs, aufgestellt. Sie ermöglichen mithilfe modernster Mess-, Steuerungs- und Kommunikationskomponenten einen präzisen Blick in das Ortsnetz. Dabei ist es beispielsweise möglich, die Station von unserer Netzleitstelle aus fernzusteuern, das heißt, im Störungsfall kann aufgrund einer zügigen Fehlereingrenzung und -behebung auch schneller wiederversorgt werden.
Im Einzelnen wurde das Ortsnetz u. a. auf den folgenden Abschnitten erneuert:
- in der Ernst-Thälmann-Straße / Ecke Fürstenwalder Straße;
- in der Fürstenwalder Straße in Richtung Zentrum;
- in der Beuststraße;
- in der Friedrichstraße;
- in der Neu-Zittauer-Straße;
- in der Gerhard-Hauptmann-Straße;
- in der Hohenbinder-Straße sowie der Waldstraße.
Um all diese umfangreichen Arbeiten innerhalb eines Jahres weitgehend abschließen zu können, hatte E.DIS Netz gleichzeitig bis zu vier regionale Partnerfirmen im Einsatz. Darunter die ostbrandenburgischen Unternehmen Helmut Schmidt GmbH aus Fürstenwalde sowie Elektroanlagen Freier & Küter GmbH aus Eberswalde. Daneben waren auch die Unternehmen Kolodzik Anlagenbau aus Pasewalk und die Mecklenburgische Energie- und Anlagenbau GmbH aus Warin im Einsatz.
Die Arbeiten an dem Ortsnetz der Stadt Erkner sind für 2026 bis auf kleinere Restarbeiten sowie zweier geplanter Baumaßnahmen in der Friedrichstraße und Bahnhofsstraße fürs Erste vollständig abgeschlossen. Ab 2027 sind weitere umfangreiche Erneuerungen, beispielsweise in der Berliner Straße geplant. Bis Ende 2030 soll außerdem das vorhandene Mittelspannungsnetz der Stadt von 10.000 auf 20.000 Volt umgestellt werden.

