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03.09.2026

Häusliche gewalt durchbrechen

Hilfs- und Beratungsangebote in Krisensituationen

In den zurückliegenden Tagen eskalierte die Gewalt gegen Frauen in der Öffentlichkeit in unserer Region und in unserer Stadt auf unvorstellbare Art und Weise. Diese Taten sind schockierend, haben viele Mitmenschen stark berührt und das Thema psychische und physische Gewalt gegen Frauen, in den öffentlichen Fokus gestellt. Die nachfolgende Auflistung ist ein mögliches Hilfsangebot an Mädchen, Teenagerinnen, junge Erwachsene und Frauen jeden Alters, welche schon bei kleinsten Anzeichen von Gewalt (egal in welcher Form) Hilfe und Unterstützung benötigen: 

  • Frauenhaus Fürstenwalde – Frauen helfen Frauen e. V.: Schutz, Unterkunft und psychosoziale Begleitung für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder. Angeboten werden auch externe und präventive Beratung, aufsuchende Beratung nach Polizeieinsätzen sowie Nachbetreuung. 
    Kontakt: +49 3361 57481, www.nbfev.de/fuerstenwalde
  • Frauenhaus Eisenhüttenstadt – Frauen für Frauen e. V.: Schutz und Beratung für Frauen und Kinder bei Gewalt. 
    Kontakt: +49 3364 43786, Bereitschaft: 0162 6435546, www.nbfev.de/eisenhuettenstadt
  • Sozialpsychiatrischer Dienst des Landkreises Oder-Spree: Beratung und Unterstützung für Erwachsene in psychischen Krisen sowie für Angehörige. Der Dienst kann Hilfebedarfe einschätzen und medizinische, psychiatrische oder psychosoziale Hilfen vermitteln. Er ersetzt bei akuter Gefahr jedoch nicht die Polizei oder eine spezialisierte Opferberatung. 
    Kontakt für den Bereich Erkner: +49 3362 2992-2271
  • Allgemeiner Sozialer Dienst des Jugendamtes: Ansprechpartner, wenn Kinder oder Jugendliche von Gewalt betroffen sind, Gewalt miterleben oder eine Kindeswohlgefährdung vermutet wird. Der Allgemeine Soziale Dienst berät, prüft den Schutzbedarf und veranlasst erforderlichenfalls Hilfen oder Schutzmaßnahmen. Er ist regional an den Standorten Beeskow, Eisenhüttenstadt, Fürstenwalde und Erkner erreichbar. 
    Sitz in der Ladestraße 1 in Erkner, +49 3362 2999-1536
  • Erziehungs- und Familienberatungsstellen: Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern bei familiären Konflikten, Trennung und Scheidung, Gewalterfahrungen, Verhaltensauffälligkeiten und Krisen. Im Landkreis bestehen Angebote des Landkreises in Beeskow und Eisenhüttenstadt sowie der AWO in Fürstenwalde und Erkner. (www.landkreis-oder-spree.de/Bildung-Soziales/Jugend-und Familie/Erziehungs-und-Familienberatungsstellen/
    AWO Erziehungs- und Beratungsstelle Erkner, Hessenwinkler Straße 1, +49 3362 4715
  • Opferhilfe Land Brandenburg e.V. – Beratungsstelle Frankfurt (Oder): Fachberatung für Betroffene und Zeugen von Gewalt- und Sexualstraftaten sowie für Angehörige. Angeboten werden Krisenberatung, Stalkingberatung, psychotraumatologische Unterstützung und psychosoziale Prozessbegleitung. 
    Kontakt: +49 335 6659267. Telefon- und Videoberatung sind möglich.
  • WEISSER RING, Außenstelle Oder-Spree: Psychosoziale Begleitung und praktische Unterstützung für Opfer von Straftaten, unter anderem bei häuslicher Gewalt, Stalking und Körperverletzung. 
    Kontakt: +49 3361 551643, bundesweites Opfer-Telefon: 116 006
  • Vertrauliche Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt: Betroffene können Verletzungen und Tatspuren medizinisch dokumentieren und sichern lassen, auch wenn sie zunächst keine Strafanzeige erstatten möchten. Eine Partnerklinik in der Region ist die Immanuel Klinik Rüdersdorf, Seebad 82/83.
    Kontakt: +49 33638 83-355; Weitere Anlaufstellen befinden sich unter https://rechtsmedizin.brandenburg.de/blr/de/vertrauliche-spurensicherung/
  • Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: Bundesweit, kostenfrei, anonym und rund um die Uhr unter 116 016 erreichbar. Die Beratung wird in 18 Sprachen, in Leichter Sprache und Gebärdensprache angeboten und vermittelt auch an regionale Hilfen. Auch Angehörige und Freunde können sich hier beraten oder Unterstützung vermitteln lassen.
  • Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
  • Nummer gegen Kummer (für Kinder/Jugendliche): 116 111

Wer selbst Gewalt ausübt bzw. den Drang dazu verspürt, dem bietet die Fachstelle Gewaltprävention Brandenburg Hilfe an. Ziel dieses Angebots ist es, das der Klient, aber auch Klientinnen, Verantwortung für ihr Verhalten übernehmen und den Gewaltkreislauf unterbrechen und sozial angemessenen Handlungsalternativen zur Konfliktlösung erlernen. Kontakt: +49 331 200-97190 oder per E-Mail unter brandenburg@bzfg.de.