Jugendliche verschönern das Stadtbild
In Erkner wird es bunt: Im Rahmen eines dreitägigen Graffiti-Projektes während der Herbstferien, initiiert vom Jugendclub "Zuhaus am See", werden im Umfeld des Bahnhofs die bislang noch nackten Wände verschönert. Dazu gehört neben dem Bereich der B+R-Anlage auch das Toilettenhäuschen auf dem Bahnhofsvorplatz und die Blumenkübel auf dem ZOB, die bis Samstag von insgesamt 14 Künstlerinnen und Künstlern zwischen 13 und 27 Jahren gestaltet werden.
Das aktuelle Projekt schließt an die erste Graffiti-Aktion im Herbst letzten Jahres an der B+R-Anlage an, bei der die ersten Kunstwerke am barrierefreien Zugang entstanden. Auch dieses Mal setzt die Stadtverwaltung wieder volles Vertrauen in die Arbeit der kreativen Jugendlichen. Wie zuvor gab es seitens der Stadtverwaltung keine Vorgaben zu den Motiven, solange diese nicht diskriminierend oder anstößig sind. Beim ersten Projekt wurden zum Teil bereits Motive aus Erkner, wie der Maulbeerbaum oder das Gerhart-Hauptmann-Museum, gewählt. Dieses Konzept wird nun thematisch, unter anderem mit dem Rathaus, erweitert. Weiterhin ist ein großer Erkner-Schriftzug geplant. An der Rückseite der Fahrradboxen sollen dazu passende Motive gesprayt werden. Daneben haben die Jugendlichen auch die Möglichkeit, sich komplett frei auszuleben und kreativ zu entfalten.
Mit dem Einbeziehen der jungen Einwohnerschaft lässt sich die Identifikation mit der eigenen Stadt fördern – die freiwillige Auswahl der Motive beweist genau das. Neben der Verschönerung des Stadtbildes fördert das Projekt des Jugendclubs "Zuhaus am See" zudem die kreativen Talente und führt zu einer Stärkung des Gemeinschaftsgefühls.
