Sie sind der Soziale zement
„Vor 36 Jahren träumten die Menschen in Ost und West von einem geeinten Land. Heute leben wir in diesem Land. Es ist nicht perfekt, und wir haben noch viele Aufgaben zu lösen. Aber, wir haben allen Grund, auf das was wir seitdem gemeinsam erreicht haben, stolz zu sein.“ Diese Sätze stammen von Enrico Bathke, dem Vorsitzenden des Schwimm- und Tauchsportvereins Biber Erkner e. V., der in diesem Jahr in der Festveranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit die Festrede hielt. Für seine Festrede hatte er sich ein zentrales Thema gesetzt „Gemeinsam stark - das Vereinsleben in Erkner als Herzschlag unserer Einheit.“ Herr Bathke sagt weiter: „Erkner ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie das Zusammenwachsen gelingen kann. Und das Herz dieses Erfolgs schlägt in unseren Vereinen.“
Erkner hat unzählige Vereine, in denen die Erkneranerinnen und Erkneraner ganz unterschiedliche Leidenschaften ausleben können, ob sie viele Sportarten trainieren, Kulturveranstaltungen organisieren, künstlerisch kreativ sind, sich um Geflüchtete kümmern, Tiere versorgen oder alte S-Bahnen aufbauen. Alle dort Tätigen haben eines gemeinsam: Sie opfern dabei immer persönliche Zeit für die Gemeinschaft.
Traditionell würdigt dies die Stadt Erkner im Rahmen der Festveranstaltung zum Tag der deutschen Einheit. Geehrt wurden in diesem Jahr:
- Frau Siebert aus dem Heimatverein Erkner e. V., der Verein feiert in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen und führt seit 30 Jahren das Heimatmuseum am Sonnenluch im Auftrag der Stadt
- Frau Bürger aus der SG Chemie Erkner e. V., dieser Verein wurde vor 75 Jahren gegründet
- Herr Roschkowski vom Haus & Grund Dahme-Spree e.V., dieser Verein besteht seit drei Jahrzehnten
- Frau Paape vom Mieterverein Erkner und Umgebung e. V., dieser Verein wurde vor 35 Jahren gegründet
- Herr Hass aus dem Kegelverein KC Erkner e. V., der Verein schaut auch auf 35 Jahre zurück
- Herr Lewis aus dem Tennisclub Grün-Weiß Erkner e. V., der Club wurde vor 55 Jahren ins Leben gerufen
- Herr Neumann von der Gesellschaft für Arbeit und Soziales e. V., dieser Verein bereichert das Stadtleben seit 35 Jahren
- Herr Gongoll von der Mittelstandvereinigung Erkner e. V., diese Vereinigung besteht ebenfalls seit 35 Jahren
- Herr Göhring vom Volley-Spiel-Verein Grün-Weiß 78 Erkner e. V., diesen Verein gibt es ebenfalls seit 35 Jahren
Geehrt wurden zudem
- der Verein Tiere für Euch e. V. zum 30-jährigen Bestehen
- der Förderverein der Allgemeinen Förderschule e. V. Erkner ebenfalls zum 30-jährigen Bestehen
- der Eichhörnchen e. V. zum 35-jährigen Bestehen
Eine Sonderehrung erhielt Frau Röhner. Als Ehrenamtlerin unterstützt sie das Team des DRK-Altenpflegeheims und Pflegepension Am Dämeritzsee. Sie geht mit den Bewohnenden spazieren, liest aus Zeitungen und Büchern vor, nimmt sich Zeit für ein Gespräch und hört den Bewohnenden zu. Frau Röhner ist auch als Sterbebegleiterin vor Ort. Sie spendet Trost, Zuspruch, macht Mut und steht in der Trauer den Angehörigen bei.
Die Ehrungen nahmen Bürgermeister Henryk Pilz und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Jan Landmann, vor. Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch den Pianisten Ric Engelhardt.
Festredner Enrico Bathke hatte in seiner Rede gesagt: „Die Vereine in unserer Stadt sind die unsichtbaren Klammern, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Sie sind der soziale Zement. Ohne Sie, liebe Vereinsmitglieder, wäre Erkner nicht die lebendige, herzliche und lebenswerte Stadt, die sie heute ist.“ Enrico Bathke richtete auch einen Appell an alle Einwohnenden. „Ein Verein lebt nicht vom Mitmachen-Wollen, sondern vom Mitmachen. Er lebt von Menschen, die nicht nur fragen: „Was bringt mir das?“, sondern: „Was kann ich einbringen?“ Engagieren Sie sich! Unterstützen Sie die lokalen Vereine. Werden Sie Mitglied.“
