Grundsteinlegung für die neue Rettungswache
Mit der feierlichen Grundsteinlegung hat der Oder-Spree Rettungsdienst jüngst ein bedeutendes Kapitel für die Notfallversorgung in der Region aufgeschlagen. Nur wenige Tage vor dem Jahreswechsel wurde in Erkner der symbolische Grundstein für den Neubau einer modernen Rettungswache gelegt – ein Projekt, das Sicherheit, Verlässlichkeit und schnelle Hilfe in der Region langfristig sichern soll.
Die neue Rettungswache entsteht erstmals in vollständiger Eigenverantwortung des Rettungsdienstes. Sie bietet künftig sechs Stellplätze für Einsatzfahrzeuge, inklusive einer Waschhalle, sowie moderne Funktions- und Sozialbereiche. Dazu zählen unter anderem ein Notarztzimmer, ein Büro für die Wachleitung, getrennte Lagerflächen in unmittelbarer Nähe zu den Rettungsmitteln, ein großzügiger Aufenthaltsbereich und eine Küche. Im Obergeschoss entstehen zudem neun Ruheräume für die diensthabenden Einsatzkräfte sowie ein teilbarer Schulungsraum für bis zu 70 Personen.
Der Neubau ersetzt den bisherigen Standort in den Räumen der Feuerwehr Erkner, der den stark gewachsenen Anforderungen hinsichtlich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, Ausbildung und moderner Infrastruktur nicht mehr gerecht werden konnte. Bereits seit 2016 beschäftigt sich der Rettungsdienst intensiv mit der Planung eines Neubaus. Es folgten umfangreiche Prüfungen, ein Verkehrswertgutachten, die Sicherstellung der Finanzierung sowie im Jahr 2022 der Erwerb des heutigen Grundstücks von der Stadt Erkner.
Mit der neuen Rettungswache entsteht nicht nur ein zeitgemäßer Funktionsbau, sondern ein zukunftsweisender Standort an einem hochdynamischen Verkehrsknotenpunkt. Erkner ist als wachsender Lebens- und Wirtschaftsraum sowie durch seine Nähe zur Autobahn, den Bahnverkehr und die zunehmende regionale Entwicklung ein zentraler Versorgungsbereich. Die neue Wache ermöglicht optimierte Arbeitsabläufe, ausreichend Platz für Technik und Material sowie vor allem ein schnelles und sicheres Ausrücken im Notfall.
Zugleich setzt der Neubau ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden. "Wir bauen hier nicht nur eine Garage für Fahrzeuge, sondern einen modernen Arbeits- und Lebensraum für Menschen, die Tag und Nacht Verantwortung für das Wohl anderer übernehmen", betonte Michael Rochow, Geschäftsführer der Rettungsdienst im Landkreis Oder-Spree GmbH. Der symbolisch versenkte Grundstein enthält zeittypische Dokumente: eine aktuelle Tageszeitung, Münzen und Bauunterlagen. Sie stehen stellvertretend für die Botschaft, die dieses Gebäude trägt – Investition in Gemeinschaft, in Daseinsvorsorge und in den Schutz des Lebens.
Der Rettungsdienst dankte allen Planungsbeteiligten, Architekten, Handwerksbetrieben sowie den politischen Entscheidungsträgern, die das Projekt in den vergangenen Jahren mit vorangebracht haben. Ziel ist ein unfallfreier Bauverlauf und die zeitgerechte Fertigstellung, damit die neue Rettungswache schnell ihren Beitrag zur Versorgungsqualität der Region leisten kann.

