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26.03.2026

Notinsel-Projekt in Erkner offiziell gestartet

Lokales Bündnis für Familie stellt neues Schutzangebot für Kinder vor

In der Stadt Erkner ist ein neues Hilfesystem für Kinder in Notlagen eingeführt worden. Das Lokale Bündnis für Familie Erkner, getragen vom DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V., hat das bundesweit etablierte Notinsel-Projekt in der Stadt umgesetzt. Ab sofort stehen Kindern an zwölf Standorten sichere Anlaufstellen zur Verfügung, die Schutz und Unterstützung bieten.

Gefahren und (vermeintliche) Notlagen für Kinder können vielfältig sein. Bedrohungen durch andere Kinder oder Jugendliche, gewalttätige Auseinandersetzungen, aggressive Menschen oder Tiere gehören nach Angaben der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel ebenso dazu wie alltägliche Situationen: ein verlorener Schlüssel, ein verschwundenes Portemonnaie, ein defektes Handy oder das Verlaufen in der eigenen Stadt.

Für all diese Fälle gibt es in Erkner nun zwölf Notinseln, die Kindern unkompliziert und unmittelbar Hilfe bieten. Das kann ein geschützter Raum sein, ein Pflaster, ein kurzer Anruf zu Hause oder in der Schule. Erkennbar sind die Notinseln an einem gut sichtbaren Aufkleber mit dem Notinsel-Logo im Eingangsbereich. Über eine Kooperation mit den Schulen werden die Kinder in Erkner über das neue Angebot informiert.

Die Standorte verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet, um kurze Wege zu gewährleisten. Unter den Notinseln befinden sich soziale Einrichtungen, Restaurants und Einzelhandelsgeschäfte mit regelmäßigen Öffnungszeiten. Für das Personal stellt die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel einen Handlungsleitfaden bereit, der beschreibt, wie im Notfall zu reagieren ist.

Eine der Notinseln ist auch das Rathaus Erkner. Dort nahm das Projekt für die Stadt seinen Ausgangspunkt: 2025 beschloss die Stadtverordnetenversammlung Erkner die Einführung des Notinsel-Systems. Die Stadtverwaltung entwickelte das Vorhaben gemeinsam mit dem Lokalen Bündnis für Familie weiter, dass die Projektträgerschaft übernahm.

Am 25. März wurde das Projekt im Rahmen eines Pressetermins im Hort Koboldland offiziell vorgestellt. Neben den Projektverantwortlichen war auch Bürgermeister Henryk Pilz und Schirmherr des Projekts Jörg Vogelsänger anwesend.

Die zwölf Notinseln in der Stadt Erkner sind:

  • Athletic Park – Sportstudio Erkner
  • Bechsteins Ristorante di Piano
  • DRK-Altenpflegeheim am Dämeritzsee
  • Edeka Center Große
  • Hort Koboldland
  • Jugendclub Zuhaus am See
  • Krümelland Stifte&Co
  • Maulbeer-Apotheke
  • McDonald’s Erkner
  • Punkt-Apotheke
  • Rathaus Erkner
  • Wohnungsgesellschaft Erkner mbH

Die Zahl der Notinseln kann weiterwachsen. Einrichtungen, die ebenfalls Notinsel werden möchten, können sich jederzeit an das Lokale Bündnis für Familie Erkner wenden.

Kontakt:

Ronny Wuttke und Bernhard Schwiete
E-Mail: info@familienbuendnis-erkner.de
Telefon: +49 1522 2711619 und +49 1520 6279984

Das Projekt Notinsel existiert deutschlandweit seit 2002. Bundesweiter Träger ist die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel.

Schirmherr und Landtagsabgeordneter Jörg Vogelsänger (v. l. n. r.), Hortleiterin Jessica Lewerenz und Bürgermeister Henryk Pilz
© Bernhard Schwiete/DRK Kreisverband MOHS e. V.
Schirmherr und Landtagsabgeordneter Jörg Vogelsänger (v. l. n. r.), Hortleiterin Jessica Lewerenz und Bürgermeister Henryk Pilz haben den Notinsel-Aufkleber neben der Eingangstür des Hortes Koboldland des DRK-Kreisverbandes Märkisch-Oder-Havel-Spree e. V. (MOHS e. V.) in der Langen Straße angebracht.